BÄCKER SEIN HEISST KREATIV SEIN

Bäcker sein heißt kreativ sein

Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, bei dem du kreativ sein kannst? Du magst es, mit Lebensmitteln zu arbeiten und etwas mit deinen Händen zu machen? Du willst in deinem Job lieber aktiv sein, anstatt den ganzen Tag im Büro zu sitzen? Dann ist die Ausbildung zum/zur Bäcker/in genau das Richtige für dich! Hier erfährst du alles über den Beruf als Bäcker/in und vieles mehr. Nach der Lehre zum/zur Bäckergesellen/in stehen dir alle Türen offen: werde Bäckermeister/in, gründe deine eigene Bäckerei oder studiere Lebensmitteltechnik – auch ohne Abitur. Oder gehe schon während deiner Ausbildung ins Ausland und lerne fremde Kulturen und Rezepte kennen.

Einfachheitshalber reden wir in Überschriften und Grafiken von der Berufsbezeichnung „Bäcker“, aber natürlich kannst du auch als Frau eine Bäckerin werden!

WIE KRIEG' ICH DAS GEBACKEN? VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE BÄCKERLEHRE

Um eine Lehre zum/zur Bäcker/in zu beginnen, ist es am wichtigsten, dass du motiviert bist und dich auf den Beruf freust. Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne mit Lebensmitteln arbeitest und auch mal mit anpacken kannst. Eine weitere Voraussetzung ist, dass dir die Arbeit im Team Spaß macht und du Wert auf Sauberkeit legst.

Für das Abwiegen von Zutaten, Umrechnen von Gewichtsangaben oder Berechnung von Mischungsverhältnissen ist es von Vorteil, wenn du fit im Kopfrechnen bist. Chemische Kenntnisse braucht ein/eine Bäcker/in, um Prozesse wie beispielsweise die Sauerteigreifung durch Milchsäurebakterien und Hefen zu verstehen.

WELCHEN SCHULABSCHLUSS BRAUCHE ICH?

Grundsätzlich gilt: Jeder kann den Beruf des/der Bäckers/in ergreifen, unabhängig vom Schulabschluss. Da man später als Bäckermeister/in auch immer Unternehmer/in ist und die Möglichkeit besteht, einmal einen Bäckereibetrieb zu übernehmen, ist für die Lehre mindestens ein Real- oder guter Hauptschulabschluss erwünscht.

Auch wenn du Abitur hast, kann der Bäckerberuf spannend für dich sein. Nach dem ganzen theoretischen Lernen in der Schule kannst du nun mal etwas „Echtes“ schaffen. Du lernst einen soliden Handwerksberuf und gleichzeitig viele wichtige Inhalte von Gärungsprozessen bis hin zur Betriebsleitung, um in den Bereich der Lebensmitteltechnologie oder auch Betriebswirtschaft einzusteigen.

Auch Bewerber ohne Schulabschluss, die Engagement und Einsatzbereitschaft mitbringen, sind willkommen.

Nach der Meisterprüfung kannst du zum Beispiel Lehrer/in für Fachpraxis, Betriebsberater/in oder Lebensmitteltechnologe/in werden. Du kannst eine eigene Bäckerei gründen und leiten oder studieren – auch ohne Abitur!

ABSCHLUSSPRÜFUNG – UND DIE ARBEITSWELT KANN KOMMEN

In der Halbzeit deiner Lehre zum/zur Gesellen/in, also in der Regel nach anderthalb Jahren, wird eine Zwischenprüfung durchgeführt. Diese ermittelt, auf welchem Stand der Lehre du bist. Am Ende der Ausbildungszeit findet eine Abschlussprüfung statt. Diese dauert 14 Stunden, aber keine Angst, sie besteht aus verschiedenen Teilen: einem theoretischen Teil (schriftlich und mündlich), in dem du dein Fachwissen zeigen kannst, und einem praktischen Teil, in dem du dein handwerkliches Geschick zeigen kannst. Nach der bestandenen Abschlussprüfung zum/zur Gesellen/in hast du den ersten Schritt in die Arbeitswelt geschafft!

Unter Umständen kann deine Ausbildungsdauer von 3 Jahren verkürzt werden, z.B. wenn du Abitur oder berufliche Vorbildung hast, aber auch, wenn du ein besonders guter und fleißiger Lehrling bist.

BILDE DICH WEITER!

Du hast ständig Möglichkeiten dich weiter zu bilden – ganz egal ob schon während der Ausbildung, als Geselle oder als Meister.

Wirf nicht gleich das Handtuch!

Du brauchst nicht gleich das Handtuch zu werfen, VerA hilft dir weiter! VerA steht für "Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung". Zahlreiche SES-Ausbildungsleiter, Experten und erfahrene Fachkräfte stehen dir zur Seite. "SES" steht für Senior Experten Service. Sie finden mit dir zusammen Lösungen, um dich zum Lernen zu motivieren und Probleme in der Lehre zu bewältigen. Der Ausbildungsleiter hilft dir zum Beispiel bei der Vorbereitung auf Prüfungen oder Schwierigkeiten mit Kollegen und Vorgesetzten.

Schließlich ist es sehr schade, wenn man nach zwei Jahren seine Lehre ohne Abschluss abbricht. Zögere daher nicht, sondern wende dich direkt an den SES. Dann wird für dich ein passender SES-Ausbildungsbegleiter gesucht.

Hier kannst du die Ansprechpartner und Anforderungsformulare einfach im Internet abrufen (dort ist die Vermittlungsstelle verlinkt).

Infos über VerA

SCHNUPPER DOCH ERST EINMAL REIN!

Infos zum Praktikum

Lerne den Arbeitsalltag in einer Backstube kennen und mach ein Praktikum oder einen Ferienjob in einer Bäckerei in deiner Nähe. So erfährst du, was dich in der Ausbildung erwartet.

Ich bin Bäcker - Der Bäcker-Rap von Jona

Ich bin Bäcker - Der Bäcker-Rap von Jona
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DAS STECKT HINTER DEM BÄCKER-RAPPER

Der Bäcker-Rapper Jona

Jonathan Schröder alias "Jona" ist 25 Jahre alt und kommt aus Gummersbach in Nordrhein-Westfalen. Er wohnt und arbeitet derzeit in Wien als Werbetexter - Der Bäcker-Rapper ist selbst also gar kein Bäcker! Aber wie kommt man dann dazu einen HipHop-Song über das Bäcker- handwerk zu verfassen? Diese und weitere Fragen haben wir Jona in einem Interview gestellt.

Wie kamst du darauf den Bäcker-Rap zu machen?

Eigentlich sollte es ein reiner Spaßsong werden. Rapper und Bäcker klingen relativ gleich, also machte ich das Lied "Ich bin Bäcker". Dass der Song bei den Bäckern des Landes so gut ankommen würde, hätte ich damals nicht gedacht.

Rappst du häufig in deiner Freizeit?

Mittlerweile arbeite ich viel und komme leider nicht mehr so dazu. Früher hingegen habe ich das Rappen regelmäßig und gern gemacht.

Was hältst du vom Handwerk des Bäckers?

Ich finde Handwerksberufe allgemein super. Ich finde es faszinierend, wie man aus Wissen, Erfahrung und Talent etwas schaffen kann und ein greifbares Ergebnis rauskommt.

Du rappst in deinem Song, dass die Billig-Bäcker alle "einen Kack Wert sind", ist das auch deine private Meinung?

In unserer Heimat gibt es viele kleine Bäcker, die supergutes Brot und andere Backwaren herstellen. Die Eltern meines besten Freundes haben eine Bio-Bäckerei - das schmeckt dort nicht nur am besten, sondern man weiß auch, dass alles aus besten Zutaten und gesund ist. Ich finde schon, dass Discount-Bäcker da nicht mithalten können.

Wie wichtig ist es, sich als Jugendlicher Gedanken über seine Zukunft zu machen?

Wichtig ist das schon, aber sehr schwierig. In unserer schnelllebigen Zeit ist es normal, dass man in seinem Leben nicht mehr einen, sondern fünf oder sechs Berufe ausübt. Ich glaube auch, dass man als Jugendlicher oft nicht die Chance bekommt, einen Beruf richtig kennen zu lernen. Jura beispielsweise klingt vielleicht wie ein interessanter Studiengang, und ist es bestimmt auch. Aber so, wie man es im TV sieht oder hört, ist es im echten Leben gewiss nicht. Man muss einfach ausprobieren und irgendwann wird man schon das richtige finden. Wichtig ist dabei: Es kommt nicht aufs Geld an, sondern ob man Spaß hat und zufrieden ist.

Hattest du vielleicht mal eine Phase der beruflichen Planlosigkeit?

Gerade neulich hatte ich so eine Phase, und ich weiß auch nicht, ob ich meinen Beruf immer machen möchte. Die Tendenz geht eher zu nein. Aber ich habe mittlerweile gemerkt, dass diese Planlosigkeit gar nicht so schlimm ist. Solange man etwas tut, kann man versuchen, sich neu zu orientieren. Und dann braucht man einfach ein bisschen Mut. Den such ich aber selbst noch.

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Was gefällt dir am Beruf des Bäckers/der Bäckerin am besten?

Bäcker sorgen für ausgewogene Ernährung

Bäcker sorgen für eine ausgewogene Ernährung

Während sich die Ernährungs-
experten früher für drei große Mahlzeiten pro Tag aussprachen, empfehlen sie heute fünf oder mehr kleinere Mahlzeiten pro Tag. Denn mehrere kleinere Mahlzeiten belasten dein Verdauungssystem weniger, dein Blutzuckerspiegel ist stabiler und deine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit schwankt weniger. Dabei gilt immer: Ein ausgewogenes Frühstück ist die beste Grundlage, um den Tag aktiv zu genießen.

Kontakt

Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Neustädtische Kirchstr. 7 A · 10117 Berlin
Tel: 030 / 20 64 55-0 · Fax: 030 / 20 64 55-40

E-Mail: wg@baeckerhandwerk.de