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Ein Auslandsaufenthalt ist eine aufregende Sache, man lernt neue Leute und eine neue Kultur kennen. Damit man dies alles genießen kann, muss die Reise gründlich geplant sein, sonst droht so manche böse Überraschung oder herbe Enttäuschung. Deshalb solltest du einen Auslandsaufenthalt nicht kurzfristig planen. Am Besten sprichst du schon zu Beginn deiner Ausbildung mit deinem Chef über die Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts.Die folgende Liste soll dir als grobe Orientierung dienen.
Bevor du entscheidest wohin dich deine Reise führen soll, solltest du dich möglichst umfassend über die Ziele, die dich interessieren, informieren. Dabei sollten nicht unbedingt touristische, sondern fachliche Aspekte eine übergeordnete Rolle spielen.
Möglichst früh solltest du dich mit deinem Ausbilder besprechen. Mit ihm kannst du festlegen, wann und wie sich der Auslandsaufenthalt am sinnvollsten in deine Ausbildung integrieren lässt. Neben möglichen Tipps für lohnenswerte Ziele, kann er dir auch bei der Abstimmung mit deiner Berufsschule und der Handwerkskammer helfen.
Nachdem du dich für ein Ziel entschieden hast, geht es nun daran eine passende Stelle für die Ausbildungszeit zu finden. Dabei können dir die Ausbildungsberater deiner Handwerkskammer oder aber spezielle Austauschprogramme für Auszubildende Hilfestellung geben.
Hast du einen Ausbildungsbetrieb für den Auslandsaufenthalt gefunden, wird dir dieser sicherlich gerne auch bei der Suche nach einer Unterkunft behilflich sein. Manche Austauschprogramme bieten auch hierfür Unterstützung.
Auch wenn dir die Ausbildungsvergütung während deines Aufenthaltes im Ausland in der Regel weiter gezahlt wird, wird dieses Geld alleine oft nicht reichen. Daher solltest du dich bei den verschiedenen Austauschprogrammen über die Möglichkeiten der finanziellen Förderung erkundigen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, wenn du dir rechtzeitig noch ein wenig Geld zur Seite legst, damit es nicht im falschen Moment knapp wird.
Du solltest klären, ob es für das Land, in dem du deinen Auslandsaufenthalt planst, besondere Einreisebestimmungen wie z.B. eine Visum-Pflicht besteht oder ob du einen besonderen Impfschutz benötigst. Diese Information erhältst du in der Regel von einem Konsulat oder der Botschaft des Landes, in das du reisen willst. Auch wenn keine besonderen Einreisebestimmungen bestehen, solltest du prüfen, ob dein Ausweis oder Reisepass auch noch sechs Monate nach der beabsichtigten Rückkehr Gültigkeit besitzt.
Vor deiner Abreise solltest du unbedingt mit deiner Krankenkasse sprechen. Mit ihr klärst du ab, ob deine Auslandsreise und die dortige Arbeit durch deine Krankenversicherung abgedeckt ist oder ob du zusätzliche Policen oder Dokumente (Auslandskrankenschein) benötigst.
Damit du die Vorteile deines Auslandsaufenthalts nicht nur während deiner Ausbildung nutzen kannst, sondern auch bei späteren Bewerbungen nachweisen kannst, ist es wichtig, dass du deine Ausbildung im Ausland dokumentierst. Hier hilft dir der Europass Mobilität, den du über deinen Ausbilder erhältst. Bitte doch einfach deinen Chef ihn dir zu bestellen.
Wenn du deinen Koffer packst, solltest du darauf achten, dass du alle nötigen Dokumente einpackst. Neben deinen Ausweispapieren solltest du an deine EC- oder Kreditkarte denken. Vielleicht ist es notwendig, dass du schon vor der Abreise Geld wechselst.
