Dürfen wir vorstellen? Bäcker Rapper Jona!

Der Bäcker-Rapper Jona

Jonathan Schröder alias "Jona" ist 25 Jahre alt und kommt aus Gummersbach in Nordrhein-Westfalen. Er wohnt und arbeitet derzeit in Wien als Werbetexter - Der Bäcker-Rapper ist selbst also gar kein Bäcker! Aber wie kommt man dann dazu einen HipHop-Song über das Bäcker- handwerk zu verfassen? Diese und weitere Fragen haben wir Jona in einem Interview gestellt.

Ich bin Bäcker - Der Bäcker-Rap von Jona

DAS STECKT HINTER DEM BÄCKER-RAPPER

Wie kamst du darauf den Bäcker-Rap zu machen?

Eigentlich sollte es ein reiner Spaßsong werden. Rapper und Bäcker klingen relativ gleich, also machte ich das Lied "Ich bin Bäcker". Dass der Song bei den Bäckern des Landes so gut ankommen würde, hätte ich damals nicht gedacht.

Rappst du häufig in deiner Freizeit?

Mittlerweile arbeite ich viel und komme leider nicht mehr so dazu. Früher hingegen habe ich das Rappen regelmäßig und gern gemacht.

Was hältst du vom Handwerk des Bäckers?

Ich finde Handwerksberufe allgemein super. Ich finde es faszinierend, wie man aus Wissen, Erfahrung und Talent etwas schaffen kann und ein greifbares Ergebnis rauskommt.

Du rappst in deinem Song, dass die Billig-Bäcker alle "einen Kack Wert sind", ist das auch deine private Meinung?

In unserer Heimat gibt es viele kleine Bäcker, die supergutes Brot und andere Backwaren herstellen. Die Eltern meines besten Freundes haben eine Bio-Bäckerei - das schmeckt dort nicht nur am besten, sondern man weiß auch, dass alles aus besten Zutaten und gesund ist. Ich finde schon, dass Discount-Bäcker da nicht mithalten können.

Wie wichtig ist es, sich als Jugendlicher Gedanken über seine Zukunft zu machen?

Wichtig ist das schon, aber sehr schwierig. In unserer schnelllebigen Zeit ist es normal, dass man in seinem Leben nicht mehr einen, sondern fünf oder sechs Berufe ausübt. Ich glaube auch, dass man als Jugendlicher oft nicht die Chance bekommt, einen Beruf richtig kennen zu lernen. Jura beispielsweise klingt vielleicht wie ein interessanter Studiengang, und ist es bestimmt auch. Aber so, wie man es im TV sieht oder hört, ist es im echten Leben gewiss nicht. Man muss einfach ausprobieren und irgendwann wird man schon das richtige finden. Wichtig ist dabei: Es kommt nicht aufs Geld an, sondern ob man Spaß hat und zufrieden ist.

Hattest du vielleicht mal eine Phase der beruflichen Planlosigkeit?

Gerade neulich hatte ich so eine Phase, und ich weiß auch nicht, ob ich meinen Beruf immer machen möchte. Die Tendenz geht eher zu nein. Aber ich habe mittlerweile gemerkt, dass diese Planlosigkeit gar nicht so schlimm ist. Solange man etwas tut, kann man versuchen, sich neu zu orientieren. Und dann braucht man einfach ein bisschen Mut. Den such ich aber selbst noch.