Bäcker/in Karriere

Du hast die Prüfung zum/r Bäcker/in erfolgreich abgelegt. Aber das ist noch lange nicht alles. Ab jetzt kannst du mit verschiedenen Fortbildungen die Karriereleiter aufsteigen und sogar den Meister machen oder ein Studium absolvieren – auch ohne Abitur.

Leg noch einen drauf!

Für die hier beschriebenen Möglichkeiten gelten jeweils unterschiedliche Voraussetzungen. Generell ist aber wichtig, dass du genug Erfahrung in deinem Beruf gesammelt hast und dich für die jeweilige Prüfung auch bereit fühlst.

Meister erklärt Auszubildende Maschine

Weiterbildung

Warum eigentlich weiterbilden? Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Ja, denn dir stehen durch eine Weiterbildung mehr Türen offen.

Du kannst dich beruflich in die unterschiedlichsten Richtungen weiterentwickeln. An erster Stelle steht hier natürlich die Selbstständigkeit. Um deine eigene Bäckerei zu gründen, ist es von Vorteil, wenn du selbst Bäckermeister/in bist. Außerdem bekommst du mit höheren Qualifikationen auch mehr Gehalt!

Mach Karriere!

Wer sich weiterbildet, wird belohnt.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten werden vom Staat unterstützt, auch in finanzieller Hinsicht. Wenn du die Meisterprüfung, die Prüfung zum technischen Fachwirt und/oder zum Betriebswirt ablegen möchtest, kannst du Meister-BaföG beantragen. Es beinhaltet Zuschüsse, die du nicht zurückzahlen musst.

Außerdem hast du die Möglichkeit, über die Bildungsprämie einen Prämiengutschein zu bekommen oder ein zinsgünstiges Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufzunehmen.

Die Meisterausbildung ist die wichtigste aller Aufstiegsfortbildungen im Bäckerhandwerk.

Nachdem du die Bäckermeisterprüfung erfolgreich abgelegt hast, kannst du eine Führungsposition übernehmen und dich selbstständig machen. Durch den Meistertitel bist du auch befugt, Lehrlinge auszubilden.

Als gelernte/r Bäckermeister/in wirst du in jedem Fall mehr Verantwortung übernehmen. Du wirst beispielsweise Abläufe leiten und koordinieren, die Qualität der Backwaren sichern und für den Einkauf verantwortlich sein. Du kannst natürlich auch noch selbst handwerklich tätig sein und neue Produkte entwerfen oder dich um spezielle Kundenwünsche kümmern. Mit abgeschlossener Meisterprüfung kannst du auch Betriebswirt/in werden, studieren oder ganz andere Karrierewege einschlagen.

Je nach Vorlieben und Bedarf besteht die Möglichkeit, die Meisterausbildung in Vollzeit oder Teilzeit zu absolvieren. Vollzeitkurse finden in der Regel im Blockunterricht statt, wohingegen du bei Teilzeitkursen freitagnachmittags und samstags zur Meisterschule gehst, sodass du weiterhin arbeiten kannst.

Die Meisterprüfung ist in vier Bereiche gegliedert:

  • Praktische Prüfung
  • Fachtheoretische Prüfung
  • Wirtschaftliche und rechtliche Prüfung
  • Berufs- und arbeitspädagogische Prüfung

Um dich auf die Prüfung vorzubereiten, kannst du einen Meistervorbereitungskurs machen. Dieser wird von den Fachschulen des Verbundes Akademie Deutsches Bäckerhandwerk (ADB) angeboten.

 

Voraussetzungen
Abgeschlossene Ausbildung zum/r Bäckergeselle/in
Mehrere Jahre Berufserfahrung

Weiterbildungsdauer
Vollzeit: 46 Monate
Teilzeit: 12 15 Monate

Charakteristik
Du bist Fachspezialist/in, Ausbilder/in und Unternehmer/in zugleich.

Der große Unterschied zur Meisterausbildung ist, dass du dich hier vorwiegend und intensiver mit betriebswirtschaftlichen Aspekten beschäftigst.

Durch dein Fachwissen aus der Bäckerlehre und deine neu gewonnenen kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse wirst du die Schnittstelle zwischen den Bereichen Produktion und Management sein. Denn du siehst immer den Zusammenhang zwischen technischen Anforderungen und wirtschaftlichem Arbeiten.

Oftmals arbeitest du auch als Assistenz der Geschäftsführung und bist das Sprachrohr zwischen Angestellten und Führungsebene oder übernimmst die Projektleitung. Deine Aufgabenbereiche können außerdem die Verbesserung von Produktionsprozessen sowie organisatorische und verwaltende Aufgaben sein. Mit deinem Transferwissen und deinen vielseitigen Kompetenzen kannst du in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. 

Voraussetzungen
Abgeschlossene Ausbildung zum/r Bäckergeselle/in
3 Jahre Berufserfahrung werden empfohlen.

Dauer
Vollzeit: 4 – 6 Monate
Teilzeit: 12 – 15 Monate

Charakteristik
Du bist Schnittstelle zwischen Produktion und Management.

Illustration Brot in einer Tüte Illustration Brot in einer Tüte

Wenn du dich für betriebswirtschaftliche Abläufe interessierst, kann der Betriebswirt genau das Richtige für dich sein.

Diese Aufstiegsfortbildung baut auf der Meisterausbildung und der Ausbildung zum technischen Fachwirt auf und ist die höchste Ausbildung, die du an die Bäckerausbildung anschließen kannst. Du wirst nicht nur umfassend in Betriebswirtschaftslehre (BWL) ausgebildet, sondern erlangst durch die Themenbereiche Unternehmensführung, Unternehmensstrategie und Personalmanagement auch alle nötigen Kenntnisse, um ein Unternehmen zu leiten.

Um Verwechslungen entgegenzuwirken: Auch beim technischen Fachwirt wirst du im Bereich Betriebswirtschaftslehre (BWL) umfassend ausgebildet. Während diese Ausbildung jedoch noch speziell auf deine Branche und spätere Funktion zugeschnitten ist, ist die Weiterbildung zum Betriebswirt branchenübergreifend ausgerichtet und legt den Schwerpunkt auf eine betriebswirtschaftliche Disziplin, wie beispielsweise Personalwesen.

Mit dieser Prüfung in der Tasche kannst du dich selbstständig machen, denn du kennst nun die wichtigen betriebswirtschaftlichen Grundlagen, um dein Unternehmen erfolgreich führen zu können. Zudem kannst du beratende Funktionen einnehmen und eine Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten wahrnehmen. Die Fachschulen der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk bieten auch für diese Prüfung Vorbereitungskurse an.

Voraussetzungen
Abgeschlossene Meisterprüfung
Abgeschlossene Prüfung zum Fachwirt und ein Jahr Berufserfahrung
Andere Qualifikationen, die eine Zulassung rechtfertigen

Dauer
Vollzeit: 4 – 6 Monate
Teilzeit: 12 – 15 Monate

Charakteristik
Du bist Experte im Bereich Betriebswirtschaft.

Wenn du deine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hast, kannst du noch einen draufsetzen. Denn mit dem Meistertitel darfst du auch an einer Universität oder Fachhochschule studieren.

Studium ohne Abitur

Bäcker Azubi in der Schule

Mögliche Studienrichtungen

  • Ernährungswissenschaften

  • Lebensmitteltechnologie

  • Lebensmitteltechnik mit Schwerpunkt Bäckereitechnik

  • Betriebswirtschaftslehre

Weitere Studiengänge kannst du direkt an den jeweiligen Hochschulen erfragen. Die Voraussetzungen für eine Zulassung sind von Hochschule zu Hochschule verschieden. Du kannst dich daher selbst erkundigen, ob du an deiner Wunsch-Uni einen entsprechenden Studiengang besuchen kannst.

Auch für Abiturienten/innen ist der Beruf Bäcker/in ansprechend. Nach Jahren des Lernens kann es erfrischend sein, etwas Handwerkliches zu machen. Wer trotzdem nicht auf sein Studium verzichten möchte, kann ganz einfach beides verbinden.

Studium und Ausbildung mit Abitur

Duales Studium

Mit deinem dualen Studium nach dem Abi kannst du in deiner Bäckerei dein Handwerk lernen und zeitgleich an einer Hochschule ein begleitendes Studium machen.

Mögliche Studienrichtungen sind:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Lebensmitteltechnologie
Bäcker Azubi in der Backstube
Bäcker Azubis in der Schule

Triales Studium

Neben dem dualen gibt es auch das triale Studium. Als Voraussetzung brauchst du dafür die Fachhochschulreife oder Abitur. In rund fünf Jahren kannst du dann drei Abschlüsse machen: deinen Gesellenbrief, deine Meisterprüfung und deinen Bachelor.

Dafür ist deine Woche durch drei geteilt: Du arbeitest im Betrieb, besuchst die Berufsschule und nimmst an Vorlesungen an der Hochschule teil. Was nach einer stressigen Zeit klingt, hat auch ganz klare Vorteile: Innerhalb kürzester Zeit kannst du drei hochwertige Abschlüsse machen und bist nach etwa fünf Jahren ein/e absolute/r Experte/in in deinem Arbeitsbereich.

Du hast ständig die Möglichkeit, dich weiterzubilden – schon während der Ausbildung, als Geselle/in und auch als Meister/in.

Durch Seminare kannst du dir spannendes Zusatzwissen in verschiedenen Fachrichtungen aneignen. In Spezialseminaren lernst du beispielsweise, wie mediterranes Gebäck oder Spezialitäten aus den USA hergestellt werden. Seminare gibt es für folgende Bereiche:

Auch für Bäcker/innen werden Verkaufs- und Beratungstechniken immer wichtiger. In diesen Seminaren lernst du, deine Fähigkeiten und dein Verkaufstalent gezielt einzusetzen.

Um sich von anderen Bäckereien abzugrenzen, braucht man immer neue Rezepte und Ideen. In den Seminaren für Produktion lernst du die neuesten Trends und Herstellungsverfahren kennen – beispielsweise für vegane Snacks.

In diesem Bereich kannst du in den Seminaren lernen, wie man Mitarbeiter/innen motiviert und führt. Denn mit dem Meistertitel in der Tasche kannst du eines Tages auch eine Bäckerei leiten. Da ist es wichtig, dass du weißt, wie du richtig mit deinen Mitarbeiter/innen umgehst und dafür sorgst, dass sie ebenso gerne zur Arbeit kommen wie du.

Unterschiedliche Stellen wie zum Beispiel die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk oder die Akademie Weinheim bieten dazu Seminare an.

Das alles kannst du werden!

Als ausgebildete/r Bäcker/in stehen dir auch außerhalb der Backstube zahlreiche Berufsfelder offen, die dich vielleicht interessieren.

Mit den richtigen Weiterbildungen oder auch mit einem zusätzlichen Studium kannst du später in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten.

Sei dein eigener Chef!

Ob du eine Filiale übernimmst oder eine kleine Bio-Bäckerei eröffnen willst, als Inhaber/in kannst du deine Bäckerei nach deinen Vorstellungen gestalten und führen.

Als Meister/in, technische/r Fachwirt/in oder Betriebswirt/in hast du das nötige betriebswirtschaftliche Wissen, damit deine Bäckerei gut laufen wird.

Wichtig ist auch, dass du gut im Umgang mit Menschen bist und schon ein paar Jahre Berufserfahrung hast. Dann kennst du den Alltag in der Backstube in- und auswendig und weißt, welche Verantwortung auf dich zukommt. Du hast die Räumlichkeiten deiner Bäckerei nach den gesetzlichen Vorgaben gestaltet und folgst den Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen. Du stellst dein Sortiment zusammen und bringst durch neue Produkte immer wieder frischen Wind rein. Bei den Lebensmitteln achtest du penibel auf die richtige Lagerung und Verarbeitung und den richtigen Umgang damit. Du stellst deine Mitarbeiter/innen ein und kannst sie auch führen. Du führst eine ordentliche Buchhaltung und achtest darauf, dass deine Bäckerei immer genügend Gewinn abwirft. Schließlich musst du als Inhaber/in einer Bäckerei die Miete zahlen, das Gehalt deiner Angestellten und die Anschaffung neuer Maschinen.

Als Ausbilder/in übst du eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe aus, nämlich das Ausbilden von neuen Bäckern/innen. In diesem Bereich arbeitest du viel mit jungen Menschen zusammen. Du bist dafür zuständig, ihnen in der Backstube alles zu zeigen und sie mit ihrem zukünftigen Arbeitsplatz vertraut zu machen. Sie werden sich mit allen Fragen an dich wenden. Deswegen ist es auch hier gut, wenn du schon einige Jahre Berufserfahrung hast. Mit deiner bestandenen Meisterprüfung darfst du automatisch als Ausbilder/in arbeiten. Du kannst aber auch die Ausbildereignungsprüfung machen, ohne einen Meistertitel zu haben.

Du möchtest lieber Wissen vermitteln? Dann kannst du Fachlehrer/in werden und an einer Berufsschule oder der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks unterrichten.

Hierfür brauchst du eine pädagogische Zusatzausbildung. Diese dauert in der Regel ein bis zwei Jahre.

In deinem Unterricht lernen die Azubis wichtige Inhalte, wie spezielle Fertigkeiten oder backtechnologische Verfahren. Diese können sie dann in der Backstube umsetzen. Auch um als Fachlehrer/in zu arbeiten, ist es wichtig, dass du schon einige Jahre Berufserfahrung hast und gut mit jungen Menschen umgehen kannst. Du hast eine wichtige Aufgabe, denn du bereitest die neuen Azubis auf ihren zukünftigen Beruf vor.

Als Produktionsleiter/in bist du dafür zuständig, dass die Backwaren pünktlich zum Verkauf fertig sind und keine Probleme bei der Herstellung aufkommen. Du hast den Überblick, wann welche Waren aus dem Ofen geholt werden. Außerdem kannst du neue Produkte einführen oder dich an frischen Rezepten probieren.

Als Ernährungsberater/in weißt du genau, was dem Körper gut tut – und was man sich nur ab und zu gönnen sollte.

Mit deinem Wissen kannst du Bäckereien bei neuen und außergewöhnlichen Produkten beraten. Du zeigst den Bäckern/innen die Möglichkeiten, mit anderen Mehlsorten, Nüssen und Körnern zu arbeiten.

Mit deiner Zusatzqualifikation als Ernährungsberater/in kannst du aber auch in Volkshochschulen tätig sein und dort Seminare zum Thema geben.

Als Qualitätsbeauftragte/r hast du die Aufgabe, Schwachstellen im Betrieb zu erkennen und zu beheben. Du kontrollierst die Abläufe in der Bäckerei: ob alle Mitarbeiter als Team arbeiten oder ob es in der Herstellung der Backwaren unnötige Verzögerungen gibt. Dein Ziel ist es, diese Verzögerungen abzuschaffen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Das führt dazu, dass die Bäckerei mehr Backwaren herstellen und verkaufen kann.

Außerdem kontrollierst du, ob die Hygienevorschriften eingehalten werden, ob die Lebensmittel richtig gelagert werden und die Mitarbeiter alle Kopfbedeckungen tragen. Diese Maßnahmen sind wichtig, damit die Lebensmittel nicht verunreinigt werden, und sie sorgen auch dafür, dass die Qualität der Waren immer gleich gut bleibt.

Du solltest einige Jahre Berufserfahrung im Bäckerhandwerk mitbringen, um Qualitätsbeauftragte/r zu werden. Es ist auch von Vorteil, wenn du die Meisterprüfung als Bäcker/in oder Verkäufer/in abgeschlossen hast. Durch Seminare kannst du dich zum/r Qualitätsbeauftragten qualifizieren.

Nahezu jeder Landesinnungs-Verband beschäftigt betriebswirtschaftliche Berater/innen. Als solche/r hast du einen umfassenden Arbeitsbereich. Du analysierst Unternehmenszahlen und zeigst auf dieser Grundlage die finanzielle Entwicklung eines Betriebs auf. Bei der Eröffnung einer neuen Filiale führst du eine Standortanalyse durch und wählst geeignete Standorte für die neue Bäckerei aus. Auch bei der Neugründung und Übergabe einer Bäckerei bist du als Betriebsberater/in gefragt. Gemeinsam entwickelt ihr Businesspläne und Finanzstrategien.

Für den Beruf als Betriebsberater/in brauchst du ebenfalls ein paar Jahre Berufserfahrung. Außerdem ist es von Vorteil, wenn du eine Meisterprüfung oder sogar die Prüfung zum/r Betriebswirt/in abgeschlossen hast.

Das Wort Sommelier ist den meisten sicher aus Restaurants bekannt, wo es einen Weinsommelier gibt. Doch der Begriff Sommelier an sich bezeichnet eine Person, die sich besonders gut mit einem bestimmten Lebensmittel auskennt.

So gibt es seit 2015 auch den Brotsommelier. Brotsommelier kannst du nur mit einer bestandenen Meisterprüfung in der Tasche werden. Zwischen dieser und der Prüfung zum Brotsommelier sollten ein paar Jahre liegen, denn vor allem auf deine Erfahrung und dein Gespür kommt es hier an.

In der Weiterbildung, die an der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks angeboten wird und staatlich anerkannt ist, werden verschiedene Bereiche unterrichtet. Du lernst die Geschichte hinter dem Brot und auch alles über die Brotkultur – national und international. Deine sensorischen Fähigkeiten werden weiter ausgebildet. Das heißt, dass du lernst, wie die unterschiedlichen Brote riechen, schmecken und sich anfühlen müssen. Du lernst, die einzelnen Aromen herauszufiltern.

Mit diesem Wissen kannst du ganz neue Brote kreieren. Beim Food Pairing lernst du auch, welches Brot der perfekte Begleiter für eine bestimmte Speise oder einen bestimmten Wein ist. Ernährungswissenschaften stehen ebenfalls auf dem Lehrplan. Denn als Brotsommelier bist du auch als Botschafter des Bäckerhandwerks unterwegs und informierst auf Veranstaltungen oder in Schulen, warum gutes Brot so wichtig ist.  

Du interessierst dich für fremde Länder und andere Kulturen und überlegst, auch mal eine Zeit lang im Ausland zu leben? Dann ist die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in im Handwerk“ genau das Richtige für dich.

Ihr Ziel ist es, dich für den internationalen Arbeitsmarkt fit zu machen. Überall werden Fachkräfte gesucht und mit dieser Zusatzqualifikation hast du die Möglichkeit, auch im Ausland zu arbeiten. Außerdem ermöglicht sie dir, von Deutschland aus international zu arbeiten – mit ausländischen Handelspartnern oder Zulieferern.

Um die Zusatzqualifikation machen zu können, brauchst du die Fachoberschulreife oder einen höheren Abschluss. Außerdem müssen sowohl dein Berufsschullehrer als auch dein Ausbildungsbetrieb zustimmen, dass du die Qualifikation machen darfst. Sie wird schließlich noch mehr deiner Zeit in Anspruch nehmen.

Entscheide dich aber lieber schnell, denn der Unterricht für den Europaassistenten beginnt schon in deinem ersten Ausbildungsjahr. An deiner Berufsschule wirst du zusätzlichen Unterricht in den folgenden Fächern erhalten: eine Fremdsprache (in der Regel Englisch), Europa- und Länderkunde, interkulturelle Kompetenz, europäisches Waren- und Wirtschaftssystem. Mit diesem Wissen wirst du bestens auf deinen Aufenthalt im Ausland vorbereitet sein. Es gibt keine sprachlichen Barrieren, da so gut wie überall auf der Welt Englisch gesprochen wird. Du weißt, wie du dich in einer fremden Kultur verhalten kannst und wie die Wirtschaft des jeweiligen Landes funktioniert. Das brauchst du auch für dein dreiwöchiges Praktikum im Ausland. Und wer weiß? Vielleicht packt dich danach ja das Fernweh.

Natürlich hast du als Geselle/in oder Meister/in noch zahlreiche weitere Berufsmöglichkeiten. Es ist ja auch immer davon abhängig, in welcher Art von Betrieb du arbeitest. Es gibt kleine familiäre Bäckereien und größere Bäckereien mit vielen Verkaufsstellen. Manche Bäckereien haben sich spezialisiert auf Allergiker, und manche Bäcker/innen arbeiten in gastronomischen Betrieben oder im Catering.

Dein Gehalt im Bäckerhandwerk

Dein Gehalt kann je nach Qualifikation, Betrieb, Arbeitszeiten (Zuschläge) und Verhandlungsbedingungen sehr variieren. Generell gilt: Je qualifizierter und erfahrener du bist, desto besser sind deine Gehaltsaussichten. Das hängt natürlich auch davon ab, in welchem Bundesland du lebst und wie viel Berufserfahrung du schon hast. Wenn du dich für eine Zusatzqualifikation entschieden hast, kannst du in diesem Bereich noch zusätzlich zu deinem Gehalt Geld verdienen, zum Beispiel als Ausbilder/in.

Falls du dich irgendwann selbstständig machen möchtest, kann dein Einkommen mit einem eigenen Betrieb deutlich höher ausfallen als im Vergleich zu einer Anstellung.

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