Bäckereifachverkäufer/in Karriere

Du hast die Ausbildung gemeistert und bist nun Bäckereifachverkäufer/in. Damit hast du einen spannenden und vielseitigen Beruf. Wenn du allerdings noch genauso wissbegierig wie am ersten Tag bist und die Karriereleiter ganz nach oben klettern willst, findest du hier Infos zu deinen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Darf's noch etwas mehr sein?

Als Bäckereifachverkäufer/in hast du die Möglichkeit, dich durch zahlreiche Weiterbildungen und Seminare fortzubilden und Karriere zu machen.

Junge Auszubildende des Berufes Fachverkäuferin Lebensmittelhandwerk Bäckerei wird eingelernt

Wie der Name schon verrät, übernimmst du als Verkaufsleiter/in eine leitende Position im Betrieb.

Die Prüfung zum/r Verkaufsleiter/in ist durch eine staatliche Fortbildungsverordnung geregelt. Sie wird durch die Handwerkskammer abgenommen. Die entsprechenden Kurse kannst du je nach Bedarf in Vollzeit oder Teilzeit besuchen.

Im Unterricht erwirbst du betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse, die dir später in deiner führenden Position von Nutzen sein werden. Außerdem bist du mit der Weiterbildung berechtigt, selbst Lehrlinge auszubilden. Natürlich wirst du auch noch tiefer in das Berufsfeld des Verkäufers einsteigen und dein Wissen in Gebieten wie Verkaufstechnik, Verkaufspsychologie, Lebensmittelrecht und Ernährungslehre erweitern.

Du hast nach dem erfolgreichen Abschluss der Fortbildung zahlreiche Möglichkeiten: Du kannst eine oder mehrere Filialen leiten und eine Führungsfunktion als Bezirks- oder Verkaufsleiter/in übernehmen. Außerdem erwirbst du auf diesem Weg auch die allgemeine Hochschulreife, sodass du in vielen Bundesländern studieren kannst. Die Vorbereitungslehrgänge kannst du an den ADB-Fachschulen machen.

Voraussetzungen
Abgeschlossene Berufsausbildung im Nahrungsmittelhandwerk
Ein Jahr Berufserfahrung

Weiterbildungsdauer
Vollzeit: 2 3 Monate
Teilzeit: 18 Monate

Charakteristik
Du übernimmst Führungsaufgaben z. B. als Filialleiter/in, Bezirksleiter/in oder Ausbilder/in.

Als Betriebswirt/in hast du ein generelles Wissen über die Betriebswirtschaft.

Der Betriebswirt ist die höchste Weiterbildung, die du im Bäckerhandwerk anstreben kannst.

Sie wird dir ein umfassendes theoretisches Wissen vermitteln, denn als Betriebswirt/in bist du funktionsübergreifend orientiert und behältst über die einzelnen Arbeitsbereiche den Überblick. Das betrifft beispielsweise die Themen Logistik, Marketing und Finanzwirtschaft.

Voraussetzungen
Abgeschlossene Berufsausbildung im Nahrungsmittelhandwerk
Mind. ein Jahr Berufserfahrung

Dauer
Vollzeit: 2 3 Monate
Teilzeit: 18 Monate

Charakteristik
Du bist Profi in der Betriebswirtschaft.

Darüber hinaus gibt es noch einige andere Weiterbildungsmöglichkeiten, wie beispielsweise die Weiterbildung zum/r Handelsfachwirt/in oder zum Fachkaufmann/zur Fachkauffrau. Nähere Informationen erhältst du bei den ADB-Fachschulen.

Mit einem Abitur hast du bereits die Hochschulzugangsberechtigung. Aber auch ohne Abitur kannst du studieren.

Bäckereifachverkäufer Azubi in der Schule

Mit der Fortbildung zum/r Verkaufsleiter/in kannst du dich für ein Studium an einer Fachhochschule oder einer Universität qualifizieren. Beliebte Studiengänge sind vor allem Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie, Controlling und Betriebswirtschaftslehre.

Bestimmt ist ein Studiengang dabei, der für dich interessant ist. Die Voraussetzungen für ein Studium unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule. Wenn du Interesse hast, dann schreibe die Hochschulen direkt an.

Studium auch
ohne Abitur!

Mit verschiedenen Weiterbildungen und Seminaren hast du die Möglichkeit, dir jederzeit zusätzliche Qualifikationen anzueignen.

Manche Seminare kannst du sogar schon während deiner Ausbildung besuchen und dich so gezielt in verschiedenen Fachrichtungen weiterbilden.

Hier lernst du zum Beispiel spezielle Herstellungs- und Backverfahren oder besondere Techniken für Verkauf und Präsentation kennen. Du erhältst Kenntnisse zur Führung von Mitarbeitern oder erlernst den Umgang mit Rezeptur- und Kalkulationssoftware.

Unterschiedliche Fortbildungseinrichtungen wie zum Beispiel die Bäckerfachschulen oder die Akademie Weinheim bieten dazu Seminare an.

Illustration Brötchen und Brot in der Bäckertüte Illustration Brötchen und Brot in der Bäckertüte

Das alles kannst du werden!

Mit den oben genannten Weiterbildungen eröffnen sich dir ganz neue Arbeitsbereiche.

Hier findest du einen Überblick über die unterschiedlichen Arbeitsbereiche und eine kurze Erklärung, was die jeweilige Tätigkeit ausmacht.

Auch als Fachverkäufer/in stehen dir Möglichkeiten für eine verantwortungsvolle Position offen.

Durch eine Weiterbildung zum/r Verkaufsleiter/in kannst du eine Führungsposition in einem Betrieb übernehmen, beispielsweise in der Filial- oder Bezirksleitung.

Bevor du als Ausbilder/in arbeiten kannst, musst du die Prüfung zur Ausbildereignung ablegen. Hier kannst du unter Beweis stellen, dass du dafür geeignet bist, junge Menschen bestens auf ihren Beruf vorzubereiten. Falls du schon geprüfte/r Verkaufsleiter/in bist, brauchst du die Ausbildereignung nicht mehr machen. Denn sie war schon in dieser Prüfung enthalten.

Als Ausbilder/in ist es wichtig, dass du verantwortungsvoll arbeitest und dich besonders gut in deinem Beruf auskennst, denn du wirst junge Menschen auf ihren Beruf vorbereiten.

Azubis werden nicht nur im Betrieb ausgebildet. Vieles lernen sie in der Berufsschule. Hier erhalten sie das theoretische Wissen, welches sie später in der Bäckerei umsetzen.

Anders als andere Lehrer/innen brauchst du kein Studium, um Fachlehrer/in zu werden. Du benötigst die mittlere Reife oder einen höheren Schulabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung als Bäckereifachverkäufer/in.

Auch hier solltest du schon ausreichend Berufserfahrung gesammelt haben. Zudem brauchst du eine pädagogische Zusatzausbildung. Die dauert ein bis zwei Jahre und endet mit einer Prüfung für Lehrer/innen für Fachpraxis im Schulwesen. Diese Prüfung ist in jedem Bundesland anders geregelt, wird aber überall in Deutschland staatlich anerkannt.

Auch Bäckereien müssen immer am Puls der Zeit bleiben. Deshalb ist es für Verkaufsleiter/innen und Führungskräfte wichtig, dass sie sich ständig weiterbilden. Als Seminarleiter/in kannst du dein Wissen an der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk weitergeben. Hier sind Experten und Expertinnen für Betriebswirtschaft, Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung gern gesehen. Neben ausreichend Erfahrung musst du auch Geschick im Umgang mit Menschen mitbringen und dich klar und verständlich ausdrücken können.

Als Ernährungsberater/in kennst du dich mit Diäten, neuen Ernährungsformen und Allergien bestens aus. Damit machst du deine Kunden zu Stammkunden und beschleunigst deine Karriere. Natürlich kannst du auch als Experte/in auftreten und dein Wissen in Seminaren an andere Bäcker/innen und Verkäufer/innen weitergeben.

Ein/e Qualitätsbeauftragte/r kontrolliert die Abläufe innerhalb einer Bäckerei. Er/Sie überprüft, ob alle Mitarbeiter miteinander arbeiten und ob die Herstellung der Backwaren vorschriftsmäßig und ohne Verzögerungen abläuft. Mit deinem Wissen als Qualitätsbeauftragte/r erkennst du Qualitätsmängel und Störungen in den Arbeitsabläufen und kannst diese beheben. Außerdem ist es deine Aufgabe, auf die Hygiene zu achten. Werden alle Vorschriften zum Thema Hygiene und Sauberkeit eingehalten? Werden Lebensmittel richtig gelagert? Diese Maßnahmen sind wichtig, um eine hohe Qualität der handwerklich hergestellten Backwaren zu sichern.

Du bist ein Profi, was den Verkauf angeht. Im Prinzip ist es egal, was du verkaufst. Wichtig ist es, die richtigen Methoden zu kennen und sich auch mit der menschlichen Psyche auszukennen. Als Verkaufstrainer/in schulst du deine Kurse hinsichtlich Verkaufspsychologie, übst mit ihnen Verkaufsgespräche und zeigst ihnen bewährte Methoden, um den Abverkauf zu steigern. Verkaufstrainer/in kannst du auf selbstständiger Basis sein, entweder in Vollzeit oder neben deinem Beruf im Verkauf.

Du interessierst dich für fremde Länder und andere Kulturen und überlegst, auch mal eine Zeit lang im Ausland zu leben? Dann ist die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in im Handwerk“ genau das Richtige für dich.

Ihr Ziel ist es, dich für den internationalen Arbeitsmarkt fit zu machen. Überall werden Fachkräfte gesucht und mit dieser Zusatzqualifikation hast du die Möglichkeit, auch im Ausland zu arbeiten. Außerdem ermöglicht sie dir, von Deutschland aus international zu arbeiten – mit ausländischen Handelspartnern oder Zulieferern.

Um die Zusatzqualifikation machen zu können, brauchst du die Fachoberschulreife oder einen höheren Abschluss. Außerdem müssen sowohl dein Berufsschullehrer als auch dein Ausbildungsbetrieb zustimmen, dass du die Qualifikation machen darfst. Sie wird schließlich noch mehr deiner Zeit in Anspruch nehmen.

Entscheide dich aber lieber schnell, denn der Unterricht für den Europaassistenten beginnt schon in deinem ersten Ausbildungsjahr. An deiner Berufsschule wirst du zusätzlichen Unterricht in den folgenden Fächern erhalten: eine Fremdsprache (in der Regel Englisch), Europa- und Länderkunde, interkulturelle Kompetenz, europäisches Waren- und Wirtschaftssystem. Mit diesem Wissen wirst du bestens auf deinen Aufenthalt im Ausland vorbereitet. Es gibt keine sprachlichen Barrieren, da so gut wie überall auf der Welt Englisch gesprochen wird. Du weißt, wie du dich in einer fremden Kultur verhalten kannst und wie die Wirtschaft des jeweiligen Landes funktioniert. Das brauchst du auch für dein dreiwöchiges Praktikum im Ausland. Und wer weiß? Vielleicht packt dich danach ja das Fernweh.

Bäckereifachverkäuferin in der Bäckerei

Weiterbildungen zahlen sich aus!

… auch finanziell

Familien-Managerin und Filialleiterin

Michaela Dressler zeigt, dass man auch Karriere machen und Familie haben kann: Sie leitet sieben Bäckereien und hat einen kleinen Sohn. Wie der Alltag von Michaela Dressler aussiehst, erfährst du in ihrem Porträt.

Steckbrief von Michaela Dressler

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