Dein Rezept für eine erfolgreiche AusbildungFür Azubis ...

So wird's was

Probezeit zum Kennenlernen nutzen, das heißt prüfen, ob dir die Ausbildung Spaß macht und ob du und dein Betrieb zusammenpassen

Ausbildungsziele beachten — Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten dafür erwerben (Rahmenlehrplan und Ausbildungsverordnung)

Vertragliche Pflichten erfüllen, z. B.:

  • Berufsschulunterricht, überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, Prüfungen
  • Weisungen befolgen
  • Sorgfaltspflicht
  • Betriebsordnung
  • schriftliche Ausbildungsnachweise
  • Krankmeldung

Vertragliche Rechte kennen, z. B.:

  • Tätigkeiten (Ausbildungsziele)
  • Arbeitszeiten und Pausenregelungen
  • Freistellung für Berufsschule, Prüfungen etc.

Karriere planen:

  • Planung rechtzeitig mit deinem Betrieb absprechen
  • Teilnahme an Wettbewerben — mach mit bei den Innungs- und Landeswettbewerben oder sogar bei der Deutschen Meisterschaft der Bäckerjugend

Probleme frühzeitig ansprechen bei:

  • Ausbilder/innen, Kolleginnen und Kollegen, Lehrer/innen, Vertrauenspersonen
  • HWK-Ausbildungsberater/innen: www.handwerkskammer.de

Deine Rechte und Pflichten

Bei der dualen Ausbildung sind die Rechte und Pflichten der Azubis und der Betriebe genau geregelt. Sie bieten dir und deinem Betrieb eine zuverlässige Orientierung während deiner Ausbildungszeit. Teilweise sind die Rechte und die Pflichten sogar ähnlich formuliert, denn es besteht beispielsweise sowohl die Pflicht, zu lernen, als auch die, zu lehren.

Deine Rechte

Bei Azubis nennt sich das Gehalt offiziell „Ausbildungsvergütung“. Diese wird nach Tarif geregelt und beträgt monatlich mindestens (brutto):

Ab 1. September 2018:

  • im 1. Ausbildungsjahr 565 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr 670 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr 800 Euro

Ab 01. September 2019:

  • im 1. Ausbildungsjahr 615 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr 700 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr 820 Euro

Möglicherweise wird die Vergütung zum 1. September 2020 weiter angepasst. Auf unserer Website findest du immer die aktuellen Ausbildungsvergütungen: www.bddz.de/tarifvereinbarung-ausbildung

Falls du deine Ausbildung verkürzen solltest, gelten je nach Grund der Verkürzung unterschiedliche Regelungen, die ebenfalls in der Tarifvereinbarung beschrieben sind. 

Bestimmte Sachleistungen können an deine Ausbildungsvergütung angerechnet werden. Wenn dir z. B. dein Betrieb eine Unterkunft und die Verpflegung stellt, können diese in bestimmter Höhe von deiner Vergütung abgezogen werden, da du in diesem Fall einiges an Ausgaben für Miete und Essen sparen würdest. Die maximale Höhe regelt der Tarifvertrag „Vereinbarung Ausbildungsvergütungen“.

Von den meisten Verkehrsbetrieben werden „Azubi-Tickets“ angeboten. Allerdings gibt es auch einige Regionen, in denen es kein solches Angebot für Auszubildende gibt. Dort wird den Betrieben empfohlen, die entstehenden Kosten für die Azubis zu übernehmen — bis zu einer Höhe von 30 Euro monatlich. Du hast darauf zwar keinen Anspruch, kannst aber mit deinem Betrieb sprechen, ob dieser dich bei den Kosten für Fahrten zur Berufsschule und zur überbetrieblichen Ausbildungsstätte unterstützt.

Je nachdem wie alt du bist, darf dein Arbeitsbeginn zu folgenden Uhrzeiten stattfinden. Du bist:

  • 15 Jahre alt: nicht vor 6.00 Uhr
  • über 16 Jahre alt: ab 5.00 Uhr
  • über 17 Jahre alt: ab 4.00 Uhr

Ab 18 Jahre: keine Einschränkung.

Der Begriff „Mehrarbeit“ bezeichnet das, was den meisten als „Überstunden“ bekannt ist. Bei minderjährigen Auszubildenden (unter 18) ist Mehrarbeit grundsätzlich nicht erlaubt. Nach § 21 des Jugendschutzgesetzes sind Ausnahmen in Notfällen zulässig, allerdings muss die Mehrarbeit in diesen Fällen durch Freizeit ausgeglichen werden.

Volljährige Auszubildende (über 18) dürfen Mehrarbeit leisten. Bis zu acht Mehrarbeitsstunden können innerhalb eines Quartals, also eines Vierteljahres,  in Form von Freizeit ausgeglichen werden, ohne dass Zuschläge anfallen. Jeweils zum 31.3., 30.6., 30.9. und 31.12. sind alle bis dahin aufgelaufenen Mehrarbeitsstunden durch Freizeit auszugleichen oder, wenn das nicht erfolgt, mit folgendem Zuschlag zu bezahlen:

  • im 1. Ausbildungsjahr 2,00 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr 2,50 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr 3,00 Euro

Für Arbeit an Sonn- und Feiertagen gelten ebenfalls die genannten Zuschläge. Falls du in dieser Zeit auch Mehrarbeit leistest, sind die Zuschläge insgesamt etwas höher:

  • im 1. Ausbildungsjahr 4,00 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr 5,00 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr 6,00 Euro

Als volljährige/r Auszubildende/r (über 18) darfst du nachts arbeiten. In Bäckereien gilt die Zeit vom 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr als Nachtarbeit. In den Stunden vor 4 Uhr gelten für Azubis die gleichen Zuschläge wie bei der Mehrarbeit. 
Wenn die Nachtarbeit gleichzeitig Mehrarbeit enthält oder an Sonn- und Feiertagen stattfindet, gelten für diese Zeit die gleichen Zuschläge wie bei der Kombination aus Arbeit an Sonn-/Feiertagen und Mehrarbeit.

Beispiel: du bist volljährig, Azubi im zweiten Lehrjahr und arbeitest in der Nacht von Samstag auf Sonntag von 23.00 Uhr bis 7.30 Uhr (8 Stunden plus 30 Minuten Pause). Dann bekommst du folgende Zuschläge: 1 x 2,50 Euro (Nachtarbeit), 4 x 5,00 Euro (Nachtarbeit + Arbeit an Sonn-/Feiertagen) und 3 x 2,50 Euro (Arbeit an Sonn-/Feiertagen). Das macht insgesamt 30,00 Euro an Zuschlägen für dich. 

Die Anzahl der Urlaubstage richtet sich ebenfalls nach deinem Alter:

Wenn du zu Beginn des Kalenderjahres ...

  • noch nicht 16 bist: 30 Tage
  • noch nicht 17 bist: 27 Tage
  • noch nicht 18 bist: 25 Tage
  • 18 oder älter bist: 24 Tage

Der Betrieb muss dich für die Teilnahme am Berufsschulunterricht „freistellen“. Das heißt, dass du frei bekommst, um zum Unterricht gehen zu können. Beginnt der Berufsschulunterricht vor 9.00 Uhr, ist es nicht erlaubt, dass du davor im Betrieb arbeitest. Das gilt auch, falls du schon volljährig bist.

Für Berufsschultage mit mehr als fünf Unterrichtsstunden je 45 Minuten gilt für minderjährige Azubis (unter 18):

  • Du darfst an so einem „ganzen“ Berufsschultag nicht zusätzlich im Betrieb arbeiten. Diese Regelung gilt allerdings nur einmal pro Woche. Es kann also sein, dass du an deinem zweiten Berufsschultag der Woche noch zusätzlich im Betrieb arbeitest. 
  • Der Berufsschultag wird dir voll berechnet, also so, als hättest du acht Stunden gearbeitet.

Für Prüfungen und alle weiteren Ausbildungsmaßnahmen wirst du ebenfalls freigestellt.

Die Aufgaben, die dir übertragen werden, müssen auf deine Ausbildung bezogen sein und dich auf deine Tätigkeiten im Beruf vorbereiten. Sogenannte „ausbildungsfremde Arbeiten“ gehören nicht zu deinen Aufgaben. Das sind Arbeiten, die nichts mit deinem angestrebten Beruf zu tun haben.

Beispiel: Seinen Arbeitsplatz und alle Geräte sauber zu halten, ist ein Muss. Drei Jahre lang nur den Boden zu schrubben, wäre jedoch nicht okay. 

Selbstverständlich soll außerdem darauf geachtet werden, dass keine gefährlichen oder körperlich unzumutbaren Aufgaben erledigt werden.

Dir werden alle Arbeitsmaterialien, die du für die tägliche Arbeit als Bäcker/in oder Bäckereifachverkäufer/in brauchst, von deinem Arbeitgeber kostenlos gestellt. Das sind z. B. Werkzeuge für die Teigherstellung, Mehlbesen, Pinsel, Siebe usw. Auch alle Ausbildungsmittel, die du z. B. für deine Prüfung brauchst, musst du nicht selbst bezahlen. Dein Betrieb ist auch verpflichtet, dir Dienstkleidung, die er dir zwecks einheitlichen Erscheinungsbildes (Logo etc.) vorschreibt, kostenlos zur Verfügung zu stellen. Gleiches gilt für Schutzkleidung, die für deine Arbeitssicherheit notwendig ist und die du privat nicht tragen würdest, z. B. Schutzbrillen bei der Arbeit mit Lauge.

Das Berichtsheft darfst du während deiner Arbeitszeit ausfüllen.

Deine Pflichten

Du bist verpflichtet, dir alle Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die für deine Berufsausbildung relevant sind, anzueignen. Dies geschieht sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule, z. B. in den Themenbereichen Lebensmittelkunde, Herstellen von Teigen und Kenntnisse über Backverfahren oder auch Hygienevorschriften und Betriebswirtschaft. In der Ausbildungsverordnung und den Rahmenplänen für Bäcker/innen und Bäckereifachverkäufer/innen sind diese Inhalte genau festgelegt:

Bäcker/innen:

Bäckereifachverkäufer/innen:

Im Arbeitsalltag wirst du verschiedene Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen erledigen. Deine Vorgesetzten und Ausbilder/innen sind dafür verantwortlich, welche Aufgaben du bekommst. Als Azubi bist du verpflichtet, deren Anweisungen stets zu folgen.

Es gehört zu deinen Pflichten, deine Aufgaben mit der nötigen Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit zu erledigen. Ebenso solltest du mit allen Maschinen, Materialien und Einrichtungsgegenständen vorsichtig umgehen und darauf achten, dass nichts kaputtgeht.

Jeder Betrieb hat eine eigene Betriebsordnung. Diese Ordnung beschreibt die Regeln für den Arbeitsalltag im Betrieb. Meistens sind dort Themen wie Alkohol- und Rauchverbot, Umgang mit Telefon und Internet, Zugang zum Betriebsgelände und zu den Aufenthaltsräumen oder auch Bestimmungen zu Arbeitskleidung und Hygieneabläufen geregelt. Normalerweise werden dir diese Regeln erklärt, damit du weißt, was zu beachten ist.

Betriebsinterne Informationen (z. B. bestimmte Abläufe, betriebswirtschaftliche Zahlen oder auch Zutaten und Rezepte) musst du für dich behalten und darfst sie nicht an andere weitergeben.

Deine Arbeitszeit richtet sich nach den gesetzlichen und gegebenenfalls tariflichen Bestimmungen. Sie beträgt in der Regel 40 Stunden pro Woche und acht Stunden am Tag. Schaue dazu am besten in deinen Ausbildungsvertrag.

Urlaub bezeichnet man auch als „Erholungsurlaub“. Denn er dient in erster Linie dazu, dass du Freizeit hast und dich erholst. Daher ist es nicht erlaubt, dass du einer anderen Arbeit nachgehst. Außerdem musst du den Urlaub mit deinem Betrieb absprechen und diesen am besten in den Schulferien nehmen. Natürlich kannst du deinen Urlaub auch außerhalb der Schulferien nehmen, dann musst du aber dennoch die Berufsschule besuchen.

Die Teilnahme am Berufsschulunterricht und an Ausbildungsmaßnahmen außerhalb deines Betriebes ist ebenfalls Pflicht. Dazu gehören im Bäckerhandwerk z. B. die überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen — die sogenannten „ÜLU“ oder „ÜBA“. Diese werden von den Bäckerfachschulen und Bildungseinrichtungen des Handwerks durchgeführt.

Die Zwischen- und Abschlussprüfungen sind in der Ausbildungsverordnung festgelegt und bestehen jeweils aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Du bist verpflichtet, an den Prüfungen teilzunehmen. Die Zwischenprüfung findet meistens im zweiten Ausbildungsjahr statt und die Abschlussprüfung zum Ende der Ausbildung, also in der Regel im dritten Lehrjahr. Mit der bestandenen Prüfung bist du dann Gesellin bzw. Geselle.

Im Berichtsheft notierst du alle Aufgaben und Tätigkeiten deiner gesamten Ausbildungszeit. Du beschreibst regelmäßig und ohne Lücken die zeitlichen und fachlichen Abläufe im Betrieb und in der Berufsschule. Es ist eines der wichtigsten Unterlagen in deiner Ausbildung. Hier lässt sich der komplette Ausbildungsverlauf nachvollziehen. Im Zweifel wird geprüft, ob du und der Betrieb euren Aufgaben und Pflichten nachgekommen seid. Das Heft muss regelmäßig vom Betrieb abgezeichnet und zur Zwischen- und Abschlussprüfung vorgelegt werden.

Das Berichtsheft kannst du ganz „klassisch“ schriftlich per Hand ausfüllen. Als Alternative gibt es auch digitale Hefte, die du online bearbeiten kannst, z. B. das Online-Berichtsheft von „Block“: www.online-ausbildungsnachweis.de

Die Online-Variante bietet einige Vorteile. Du kannst von jedem Ort darauf zugreifen und Einträge bearbeiten, hast automatisch Funktionen, die den Ausbildungsverlauf checken und die Vollständigkeit der Einträge prüfen, und du kannst dir bestimmte Erinnerungen einrichten.

Wenn du krank bist und dadurch nicht zur Arbeit oder zur Berufsschule gehen kannst, musst du deinem Betrieb rechtzeitig vor Arbeits- bzw. Unterrichtsbeginn Bescheid geben — am besten mit einem Anruf, damit du auch weißt, dass die Information angekommen ist. Teile auch mit, wie lange du voraussichtlich arbeitsunfähig sein wirst, damit dein Betrieb besser planen kann. Wenn du drei Tage am Stück krank bist, musst du spätestens am darauffolgenden Arbeitstag ein ärztliches Attest bei deinem Betrieb vorlegen. Gehe am besten sofort zum Arzt, wenn du krank bist. Manche Betriebe verlangen schon am ersten Tag ein Attest. Frage deinen Vorgesetzten, wie die Krankmeldungen bei euch geregelt sind.

Eine Übersicht zu den wichtigsten Themen bietet die „Vereinbarung Ausbildungsvergütung“ für Auszubildende des Bäckerhandwerks der Bundesrepublik Deutschland. Diese Vereinbarung ist gültig für alle Betriebe im gesamten Bundesgebiet: www.bddz.de/tarifvereinbarung-ausbildung

Karriere im Bäckerhandwerk

Ziel deiner Ausbildung ist es, mit den Prüfungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Wenn du schneller zu einem Abschluss kommen möchtest, kannst du die Ausbildungsdauer verkürzen, z. B. wenn du Abitur oder eine andere berufliche Vorbildung hast oder besonders fleißig und talentiert bist. Sprich dazu am besten mit deinem Betrieb. Außerdem kannst du deine Ausbildung verlängern, wenn du beispielsweise lange krank warst. Wenn du ein Kind hast, ist die Ausbildung in Teilzeit eine Option.

Denke auch daran, im Laufe der Ausbildung frühzeitig mit deinem Betrieb über deine Karriereplanung zu sprechen. Wenn regelmäßige Feedbackgespräche mit deinen Ausbilderinnen und Ausbildern angeboten werden, nutze diese Gelegenheit zum Austausch und um gemeinsam mit ihnen Ideen zu entwickeln.

Das Bäckerhandwerk bietet zahlreiche Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Einer der beliebtesten Wege ist die Meisterausbildung, die du nach deiner Ausbildung zum/r Bäcker/in und weiterer Berufserfahrung absolvieren kannst. Als Meister/in kannst du beispielsweise einen Betrieb übernehmen oder dich mit einem Berieb selbstständig machen. 

Als Bäckereifachverkäufer/in kannst du dich zum Verkaufsleiter/in weiterbilden, was der Qualifikation einer Meisterin bzw. eines Meisters im Bäckerberuf entspricht. 

Beide Qualifikationen sind anerkannt und entsprechen laut DQR („Deutscher Qualifikationsrahmen“) dem Kompetenzniveau eines Bachelors. Der DQR ist eine offizielle Festlegung der Ministerien, sie vergleicht die verschiedenen Qualifikationen innerhalb des Bildungssystems. Somit ist diese Einordung ein ganz offizieller Maßstab.

Bei den Berufen kann man sich z. B. zum „Geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung (HwO)“ weiterbilden. Diese Qualifikation entspricht der DQR-Stufe 7 und ist somit auf einer Ebene mit einem Hochschul-Masterabschluss!

Auch ein Studium ist möglich, sowohl mit als auch ohne Abitur (z. B. mit einem Meistertitel oder als Verkaufsleiter/in). Schau dir an, welche Möglichkeiten dir nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung im Bäckerhandwerk offenstehen. 

Außerdem hast du jederzeit die Möglichkeit, dich mit Seminaren und Workshops weiterzubilden — sogar während deiner Ausbildung. Bei der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk findest du eine Menge interessante Angebote. Sprich dazu auch gerne mal mit deinem Betrieb.

Du hast Spaß an deiner Ausbildung und erwartest ein gutes Ergebnis? Dann mach mehr aus deinem Talent und misch mit bei der Crème de la Crème der deutschen Bäckerjugend.

Nutze deine Chance und tritt an

Die Leistungswettbewerbe helfen dir, immer besser zu werden, und öffnen dir Chancen für deine Karriere. Los geht’s auf Innungs- und Landesebene, und wer es noch weiter schafft, tritt bei der Deutschen Meisterschaft der Bäckerjugend sogar für das eigene Bundesland an.

Mit deiner Teilnahme an Wettbewerben verfeinerst du dein Können und qualifizierst dich weiter. Alles, was du brauchst, ist Leidenschaft und Talent für das Bäckerhandwerk. Die Teilnahme ist kostenlos.

Deine Möglichkeiten

  • Gewinn einer Fortbildung
  • Weiterbildungsstipendium
  • Sach- und Geldpreise
  • Triff die besten Azubis des Bäckerhandwerks aus ganz Deutschland
  • Lern von den Profis, verfeinere dein Können und stell dein Talent unter Beweis

Darauf kommt’s an

  • Du liebst deinen Beruf.
  • Du hast den Ehrgeiz, besser zu werden.
  • Bei der Abschlussprüfung bist du 27 oder jünger und zusätzlich ...
    • ist deine Bewertung im Praxisteil „gut“ oder besser.
    • ist deine Bewertung in der Theorie „befriedigend“ oder besser.

Dann melde dich bei deiner zuständigen Bäckerinnung. Ganz egal, wie du abschneidest: Mitmachen zählt und ist eine Erfahrung, die dich weiterbringt. Wenn du an den Start gehst, erhältst du eine Teilnahmeurkunde, die dein Talent zertifiziert – macht sich gut in jeder Bewerbungsmappe.

„Azubi-Knigge“ — so machst du Eindruck

Neben fachlichen Kompetenzen kommt es bei deiner Ausbildung auch auf den zwischenmenschlichen Ton an. Hier ein paar Tipps für gute Umgangsformen und „Benimm-Regeln“, die beim Start an deinem neuen Arbeitsplatz sicher gut ankommen!

Freundliche Begrüßung

„Guten Morgen, auf Wiedersehen, vielen Dank und bitte schön ...“ — das Grüßen von Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und der Kundschaft und ein höfliches Miteinander sind Standard und sollten auch zu deinem Alltag im Betrieb gehören. Beim Handschlag sollte die Initiative nicht von dir, sondern von der Person ausgehen, die in der Hierarchie höher steht. Reagiere also erst mit einem kräftigen Händedruck, wenn dir dieser angeboten wird. Achte außerdem darauf, bei Begegnungen und Gesprächen immer eine angemessene Distanz zum Gegenüber einzuhalten. 

Duzen oder Siezen?

Wenn du in deinem Betrieb der Neuling bist, entscheiden deine Kolleginnen und Kollegen, ob du sie duzen oder siezen darfst. Vorsichtshalber kannst du zunächst das „Sie“ benutzen, da am Anfang deiner Ausbildung noch nicht klar ist, wer auf welche Art angesprochen werden möchte. Das wird in jedem Betrieb unterschiedlich gehandhabt. 

Pünktlichkeit

Pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen, ist ein Muss. Abgesehen davon ist Pünktlichkeit eine der Eigenschaften, mit denen du Zuverlässigkeit und Pflichtbewusstsein ausstrahlen kannst. Plane also auf deinem Arbeitsweg immer genügend Zeit und Puffer ein — lieber 10 Minuten zu früh als zu spät.

Dein Telefon

Während der Arbeitszeit solltest du dein privates Handy nicht nutzen. Anrufe und Chats kannst du in den Pausen erledigen.

Engagement

Zeige Fleiß, Interesse und Hilfsbereitschaft. Damit signalisierst du die Bereitschaft zum Lernen und lässt erkennen, welche sozialen Kompetenzen du zu bieten hast.

Teamfähigkeit

Einzelkämpfer/innen sind nicht angesagt, denn im Team können alle viel mehr erreichen. Zeige Offenheit gegenüber Kolleginnen und Kollegen und sei aufgeschlossen für neue Vorschläge und Ideen.

Kommunikation

Kritik kann positiv oder auch negativ ausfallen. In jedem Fall solltest du gegenüber Feedback aufgeschlossen sein und es nicht persönlich nehmen. Denn es geht schließlich darum, deine Fähigkeiten zu verbessern, und nicht darum, jemanden anzugreifen oder zu verletzten.

Keine Panik

Falls mal etwas schiefläuft, du einen Fehler gemacht hast oder nicht weiterweißt: Alles offen anzusprechen hilft immer! Schließlich bist du noch Azubi und gerade erst dabei, deinen Beruf zu erlernen.

Wenn es mal nicht so läuft ...

... solltest du nicht gleich alles hinschmeißen.
Für jede Herausforderung gibt es meistens auch einen Weg und eine Menge Möglichkeiten, um sich Beratung zu holen. Hier bekommst du Unterstützung und Hilfe.

HWK-Ausbildungsberater/innen

Die Berater/innen der Handwerkskammer helfen dir bei allen Fragen rund um die Ausbildungsinhalte und das Ausbildungsverhältnis. Auf der Website der Handwerkskammern findest du die Ausbildungsberater/innen in deiner Nähe: www.handwerkskammer.de

VerA

„VerA“ ist die Abkürzung für „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung“ — und genau das ist das Ziel: Falls du Schwierigkeiten in der Ausbildung hast oder sogar mit dem Gedanken spielst, deine Ausbildung abzubrechen, kannst du dich an die Expertinnen und Experten von VerA wenden: www.vera.ses-bonn.de 

Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit bietet kostenlos ausbildungsbegleitende Hilfe für Auszubildende, z.B. bei Schwierigkeiten in der Berufsschule, Lernhemmungen, Sprachproblemen oder Prüfungsängsten. Du und dein Betrieb können dort Förderunterricht, Vorbereitungskurse für Prüfungen und fachpädagogische Begleitungen beantragen: www.arbeitsagentur.de

Ausbildung mit Kind

Arbeit und Familie miteinander zu vereinbaren, kann eine echte Herausforderung sein. Es gibt einige gesetzliche Regelungen, die sowohl Eltern als auch werdende Mütter und Väter schützen und unterstützen. Beispielsweise ist eine Ausbildung in Teilzeit möglich: 
www.back-dir-deine-zukunft.de

Illustration Brot mit GetreideIllustration Brot mit Getreide und KörnernIllustration Brot mit Getreide und KörnernIllustration Brot mit Getreide und Körnern

Die ganze Welt des Bäckerhandwerks

Das Bäckerhandwerk ist eine große Gemeinschaft mit über 10.000 Betrieben und 270.000 Beschäftigten in ganz Deutschland. Davon sind ca. 16.000 Auszubildende. Um wichtige Themen und Interessen zu diskutieren und z. B. gegenüber der Politik zu vertreten, ist das Bäckerhandwerk in Innungen und Verbänden organisiert.

Die kleinste Einheit ist die Innung, in der sich die Betriebe auf regionaler Ebene zusammenschließen. Davon gibt es in Deutschland etwa 240 Stück. Diese Innungen wiederum bilden auf Landesebene einen Landesinnungsverband. Davon gibt es in Deutschland 16 Stück. Diese Landesinnungsverbände werden gemeinsam durch den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. mit Sitz in Berlin vertreten — dort, wo sich die Politik abspielt und wichtige Entscheidungen getroffen werden: 

www.bäckerhandwerk.de

Die Fort- und Weiterbildung der Bäcker/innen und Bäckereifachverkäufer/innen steht im Mittelpunkt der Akademien und Fachschulen, die im Verbund der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk organisiert sind. An zahlreichen Standorten in Deutschland werden Meister/innen, Verkaufsleiter/innen oder auch geprüfte Brot-Sommelièren und -Sommeliers ausgebildet.

Die Bundesakademie Deutsches Bäckerhandwerk befindet sich Weinheim: 

www.akademie-weinheim.de

Dort finden neben den Seminaren und Weiterbildungen auch die Deutschen Meisterschaften der Bäckerjugend statt, für die sich die Landessieger/innen aller Bundesländer qualifizieren. Die Nationalmannschaft des Deutschen Bäckerhandwerks ist dort ebenfalls zu Hause und bereit sich hier auf anstehende Wettbewerbe vor.

Kaum sonst irgendwo auf der Welt ist die Brotkultur so vielfältig wie in Deutschland. Das Deutsche Brotinstitut e.V. ist Ansprechnpartner für diese Themen und kümmert sich z. B. um Qualitätsprüfungen oder um wissenschaftliche Fragestellungen:

www.brotinstitut.de

Das Bäckerhandwerk ist nicht nur ein Handwerk, sondern es ist mit der „Deutschen Brotkultur“ und über 3.000 Brotspezialitäten, die im „Deutschen Brotregister“ eingetragen sind, von der deutschen UNESCO-Kommission als „immaterielles Kulturerbe“ anerkannt.

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