News Berichte aus der Welt der Brote

Damit es am 31.Oktober aus dem Backofen schön gruselt, haben wir drei leckere Halloween-Rezepte zusammengestellt! Von einer Torte bis zum Donut ist alles dabei. Für den Gruselfaktor ist dank dicken Spinnen und Blutglasur auch gesorgt. 

Kürbis-Donuts

Für die schreckhaften unter euch, haben wir hier ein harmloses Rezept ausgesucht - ganz ohne Blut und Vampirzähne. Dafür dreht sich alles um das Halloweengemüse schlechthin - den Kürbis! Für die Füllung muss das Kürbisfleisch klein geschnitten und mit Apfelsaft in einen Topf gegeben werden. Was genau ihr dann damit machen müsst, könnt ihr hier nachlesen.

Spinnen-Muffins

Die Spinne ist das wohl meistgefürchtet Insekt und Ekel-Symbol schlechthin. Kein Wunder wird sie gerne eingesetzt um Gruselfilmen das gewisse Etwas zu verleihen. Auch eurer Halloween-Party könnt ihr mit ein paar Spinnen Leben einhauchen. Diese sind aber in vielerlei Hinsicht süß ... versprochen. ;) 

Tatort-Torte

Wer wurde hier denn ermordet? Wer es etwas blutiger auf dem Partytisch haben möchte, dem empfehlen wir auf jeden Fall diese tolle Tatort-Torte. Das wichtigste für diese ganz spezielle Torte ist ganz klar die Himbeersauce! Ein bisschen Blut darf auf dem Party-Tisch nicht fehlen? 

Halloween-Rezepte

Was darf an einem lauen Sommerabend mit Lagerfeuer und schmelzenden Marshmallows auf keinen Fall fehlen? Stockbrot natürlich! 

Manch einer von euch kennt diese Brotsorte vielleicht auch unter einem anderen Namen, wie Knüppelbrot, Schlangenbrot oder Knüppelknifte. Schon vor hunderten von Jahren soll es ein beliebter Snack für zwischendurch gewesen sein. Man vermutet, dass im Mittelalter Frauen beim Backen ihren Kindern zum Zeitvertreib kleine Mengen an Teigresten gegeben haben, die diese dann auf Stöcke gewickelt und übers Feuer gehalten haben: das Stockbrot war geboren!

Die Zubereitung könnte eigentlich nicht einfacher sein. Ihr braucht dafür am Besten einen Ast eines ungiftigen Baumes, wie zum Beispiel der Haselnuss oder Buche, den ihr an einem Ende von der Rinde befreit. Aus einer Teigmenge in der Größe eines Tischtennisballes wird dann eine Schlange geformt, die dann anschließend spiralförmig um den Anfang des Stockes gewickelt wird. Dann einfach über (nicht in’s! – sonst verkohlt alles …) das Feuer halten und 10 - 15 Minuten warten.

Für eine herzhafte Variante kann man dem Teig davor schon Stückchen geschnittener Schinken hinzufügen. Steht es einem eher nach etwas Süßem, kann man das gebackene Brot auch gut mit Pflaumenmus oder Marmelade kombinieren.

Stockbrot

Der erste Mensch auf dem Mond war zwar ein Amerikaner, aber bei dem ersten dort verspeisten Lebensmittel handelte es sich um den Liebling der Deutschen: ein Brot!

Dass Brot nicht nur in Deutschland ein geliebtes Lebensmittel ist, zeigt dieses Ereignis aus den sechziger Jahren:

Vor ziemlich genau 48 Jahren, am 21. Juli 1969, machte sich Buzz Aldrin als zweiter Mensch überhaupt auf den Weg zum Mond. Man könnte meinen bei solch einer Reise ins All sind die wichtigsten Wegbegleiter Familienfotos, Medikamente und die berühmt berüchtigte Astronautennahrung.

Doch dem christlichen Astronauten lag viel daran bei seiner Ankunft Brot und Wein zu verspeisen. So war sein wichtigster Proviant sein von der Erde mitgebrachtes Stück Brot, das er mit einem Glas Wein verspeiste. Mit dieser Zeremonie wollte er diesen besinnlichen Moment – die Landung auf dem Mond – gebührend feiern.

Ob Brot auf dem Mond wohl anders schmeckt, weniger bröselt oder besonders fluffig ist, werden wir wohl nie erfahren. Für die erste Mars-Mission in ein paar Jahren wissen wir aber jetzt schon, welches Lebensmittel wir ganz sicher einpacken werden!

Jeder kennt es: man streicht sich erwartungsvoll ein Brot, freut sich auf den Genuss, führt das Meisterwerk zum Mund und ... schwupps ist es geschehen ... Die Stulle fällt aus der Hand, dreht sich und landet, natürlich mit der beschmierten Seite auf dem Boden. 

Doch warum ausgerechnet da? Sind wir alle Pechvögel? Möchte uns die Natur bestrafen, dass wir so mit unserem Essen umgehen? Lässt Murphys Law grüßen und alles was schiefgehen kann, muss einfach schiefgehen? Oder ist dieser Eindruck sogar subjektiv, und das Brot landet genauso oft auf der unbestrichenen Seite?

Der Wissenschaftler Robert Matthews beschäftigte sich mit der Frage der statistischen Häufigkeit der Landung auf der bestrichenen Seite. Er bat in seiner Studie Schüler, 20 Mal ihren Toast vom Teller zu schubsen und das Ergebnis festzuhalten. Die Auswertung ergab, dass tatsächlich 62% der bestrichenen Brote auf eben diese Seite fielen.

Da liegt die Vermutung nahe, dass die Schwerkraft dort ihre Finger im Spiel hat. Immerhin ist die bestrichene Seite natürlich schwerer. Doch Robert Matthews und seine Schüler wiederholten das Experiment ohne Butter. Die „bestrichene“ Seite wurde weggelassen und mit einem x markiert. Auch hier viel das Brot in den meisten Fällen auf die bestrichene Seite, bzw. die Seite mit dem x. 

Es liegt also nicht daran, dass die bestrichene Seite eines Brotes schwerer ist. Vielmehr ist unser Tisch der Sündenbock. Unser Bot dreht sich, wenn es fällt, um die eigene Achse. Egal ob bestrichen oder unbestrichen. Jedoch hat ein durchschnittlicher Tisch, wie wir ihn in deinem und in jedem anderen Haushalt vorfinden würden, genau jene Höhe, die der Toast im Falle eines Sturzes für eine 180 Grad Drehung benötigt. Würden wir uns höher positionieren und dem Brot eine höhere Fallhöhe bieten, hätte er Zeit für eine 360 Grad Drehung und würde nicht auf der bestrichenen Seite landen.

Um ganz sicher zu gehen, müssten wir höher essen ... Oder vielleicht auch einfach besser aufpassen. ;) 

Warum Brot auf die belegte Seite fällt

Der Kunde ist König. Das gilt auch im Bäckerhandwerk. Es ist wichtig, seine Kunden zu kennen und das Sortiment genau an deren Bedürfnisse anzupassen. Bäcker sein heißt somit nicht nur Backen nach Rezept, sondern auch Beobachtung der Kunden.

Auffallend ist, dass immer mehr Menschen an Unverträglichkeiten leiden. Unverträglichkeit gegen Gluten ist ein Leiden, bei dem das Bäckerhandwerk seine Kunden unterstützen kann. Gluten ist natürlicher Bestandteil aller gängigen Getreidearten. Seine Funktion beim Backen ist es, den Teig zusammenzuhalten. Ohne Gluten werden Backwaren brüchig.

Doch herkömmliches Mehl lässt sich durch andere Sorten ersetzen. Wichtig ist, dass man alternative Mittel zur Verdickung des Teiges beifügt. Alternatives Mehl sollte immer aus einer Mischung bestehen. Es werden verschiedene glutenfreie Mehlsorten und ein Bindemittel gemischt.

Zu den glutenfreien Mehlen gehören Buchweizenmehl, Mandelmehl oder auch Hirsemehl. Als Bindemittel können unter anderem Leinsamen oder Johannisbrotkernmehl verwendet werden. Außerdem benötigen glutenfreie Gebäcke mehr Wasser, da das Mehl das Wasser besser aufnimmt. Somit lassen sich bei konventionellen Rezepten nicht einfach die Mehlsorten austauschen, denn die Mengenangaben stehen nicht mehr im richtigen Verhältnis zueinander.

Viele bemängeln jedoch, dass glutenfreie Produkte geschmacklich nicht mit konventionellen Produkten mithalten können. Ein paar tolle, leckere glutenfreie Produkte anzubieten ist somit ein wichtiges Merkmal zur Kundenbindung und kann auch neue Kunden in den Betrieb bringen. Denn für ein Abendbrot, nach dem man nicht mit Bauchschmerzen zu kämpfen hat, gibt man auch gern ein paar Cent mehr aus.

Und noch ein Hinweis für die Profis: Als glutenfrei ausgelobte Lebensmittel dürfen laut gesetzlichem Grenzwert maximal 20 mg/kg Gluten enthalten. Das bedeutet, dass nur das Mehl zu wechseln evtl. nicht ausreicht, sondern das Produkt muss ggf. auch zeitlich oder räumlich getrennt von gultenhaltigem Getreide hergestellt werden, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.

Über Gluten

Was bei uns der Christstollen, ist in China der Mondkuchen. Diese Süßigkeit gibt es traditionell beim Mondfest, das jährlich am 15. Tag des 8. Monats des chinesischen Kalenders gefeiert wird. An diesem Tag soll die Laufbahn des Mondes ihren tiefsten Punkt erreicht haben.

Das Fest ist in China, ähnlich wie bei uns Weihnachten, eines der wichtigsten Familienfeste. Der Mondkuchen wird dabei gerne an Freunde, aber auch an Geschäftspartner verschenkt. Er besteht traditionell aus einer Teigpaste mit einer Füllung aus einer grünen Lotuscreme und Eigelb in der Mitte. Es gibt ihn aber auch mit vielen anderen Füllungen. Natürlich wird das Gebäck kunstvoll mit chinesischen Schriftzeichen verziert.

2014 schaffte es das unschuldige kleine Gebäck, Thema der Politik zu werden. Kurz vor dem Mondfest nutzten zahlreiche Bürger die Chance, um einflussreichen Personen Packungen mit Mondkuchen zu schenken. Doch das eigentliche Ziel zeigte sich erst nach dem Öffnen der Packung: Es wurden Handys, Geld, Gold oder auch Schmuck beigelegt. Es gab sogar professionelle Anbieter, die solche Kombi-Pakete im Wert von bis zu 12.000 Euro schnürten.

In der Zwischenzeit wurde ein Antikorruptionsgesetz verabschiedet und zahlreiche Personen wurden verurteilt. Das Verhältnis zu dem Gebäck hat sich gewandelt. Wo früher große Pakete an die verschiedensten Personen verschenkt wurden, wird Mondkuchen jetzt eher zum privaten Verzehr gekauft und nur noch in kleinen Packungen angeboten.

Zum Mondkuchen

In den 80ern und 90ern war Hermann ein Familienmitglied in vielen Haushalten.

Kaum war ein Kuchen gebacken, stand schon wieder der nächste Teig vor der Türe. Das System funktionierte wie ein Kettenbrief zum Essen. Meist bekamen die Kinder in der Schule eine kleine Portion Hermann-Teig geschenkt.

Die erhaltene Teigportion musste nach beigelegter Anleitung mit Mehl, Zucker und Milch gefüttert werden. Nach zehn Tagen teilte man den Teig in vier gleiche Portionen und verteilte zwei davon an Freunde. Eine Portion konnte man nun nach eigenem Wunsch erweitern. Und dann hieß es für Hermann: Ab in den Ofen! Und fertig war der Hermann-Kuchen. Die übrige Portion wurde natürlich entweder wieder nach Anleitung gefüttert oder ebenfalls weitergegeben.

Hermann war ein Sauerteig und bestand aus Milchsäurebakterien und Hefe. Der Ansatz für den Hefeteig vermehrte sich durch Fütterung und blieb dabei stabil. Hermann war sehr vielseitig. Nicht nur leckere Kuchen, sondern auch Brote ließen sich mit dem Multitalent anfertigen.

Wo Hermann geblieben ist, ist genauso unsicher wie die Antwort auf die Frage, wo und wie Hermann entstanden ist. Eine der zahlreichen Entstehungstheorien besagt, dass eine Frau zu Kriegszeiten ihren Mann bei seiner Rückkehr mit einem Kuchen überraschen wollte. Um jederzeit auf seine Ankunft vorbereitet zu sein, hat sie einen Teig zubereitet, der sich vermehrt und lange haltbar ist.

Was mit Hermann in Zukunft geschieht, hast du in der Hand. Hast du Lust, Hermann wieder zurückzubringen?

Der Kuchenteig Hermann

Die New York Times ist eine der bekanntesten überregionalen Tageszeitungen der USA. Jede Woche werden rund 4 Millionen Exemplare verkauft.

Neuigkeiten aus der Welt, aus Wirtschaft, Technik und Wissenschaft erreichen somit jeden Tag mehrere Millionen Menschen. Auch Themen wie Gesundheit und Ernährung sind natürlich vorhanden, jedoch weit nicht so populär. Doch ein Nahrungsmittel schaffte es zu einer kleinen Berühmtheit: das No-Knead-Bread.

Der Lebensmittel-Kolumnist Mark Bittman beschrieb die Methode 2006 in einer seiner Kolumnen. Er berichtete über einen Kurs bei Jim Lahey, bei dem er die Backmethode erlernt hatte. Diese Methode ist nicht neu und wurde schon 1999 erwähnt. Ihren Ursprung hat sie in Italien, sie erlangte jedoch erst durch den Artikel in der New York Times Aufmerksamkeit und Berühmtheit. Sogar im Blog der Süddeutschen Zeitung ist ein Bericht zu finden.

Das Besondere an dem Brot: Die Zeit nimmt einem die größte Arbeit ab, und Kneten ist nicht erlaubt. Persönlicher Aufwand: 5 Minuten. Die lange Ruhezeit sorgt für den außergewöhnlichen Geschmack des Brotes. Normalerweise muss Brot ständig geknetet werden, damit die Proteine im Mehl einen elastischen Teig bilden. Die große Menge an Wasser bewirkt hier, dass das Brot die Arbeit selbst macht. Die Ideale Lösung also für alle Vielbeschäftigten, die keine Zeit für das Backen finden, jedoch trotzdem nicht auf Selbstgebackenes verzichten möchten.

Falls ihr auch Lust habt, das No-Knead-Bread zu testen: Ihr findet im Internet zahlreiche Rezepte und Erweiterungsideen.

no knead bread

In den 80ern und 90ern war Hermann ein Familienmitglied in vielen Haushalten.

Kaum war ein Kuchen gebacken, stand schon wieder der nächste Teig vor der Türe. Das System funktionierte wie ein Kettenbrief zum Essen. Meist bekamen die Kinder in der Schule eine kleine Portion Hermann-Teig geschenkt.

Die erhaltene Teigportion musste nach beigelegter Anleitung mit Mehl, Zucker und Milch gefüttert werden. Nach zehn Tagen teilte man den Teig in vier gleiche Portionen und verteilte zwei davon an Freunde. Eine Portion konnte man nun nach eigenem Wunsch erweitern. Und dann hieß es für Hermann: Ab in den Ofen! Und fertig war der Hermann-Kuchen. Die übrige Portion wurde natürlich entweder wieder nach Anleitung gefüttert oder ebenfalls weitergegeben.

Hermann war ein Sauerteig und bestand aus Milchsäurebakterien und Hefe. Der Ansatz für den Hefeteig vermehrte sich durch Fütterung und blieb dabei stabil. Hermann war sehr vielseitig. Nicht nur leckere Kuchen, sondern auch Brote ließen sich mit dem Multitalent anfertigen.

Wo Hermann geblieben ist, ist genauso unsicher wie die Antwort auf die Frage, wo und wie Hermann entstanden ist. Eine der zahlreichen Entstehungstheorien besagt, dass eine Frau zu Kriegszeiten ihren Mann bei seiner Rückkehr mit einem Kuchen überraschen wollte. Um jederzeit auf seine Ankunft vorbereitet zu sein, hat sie einen Teig zubereitet, der sich vermehrt und lange haltbar ist.

Was mit Hermann in Zukunft geschieht, hast du in der Hand. Hast du Lust, Hermann wieder zurückzubringen?

Der Kuchenteig Hermann

Was bei uns der Christstollen, ist in China der Mondkuchen. Diese Süßigkeit gibt es traditionell beim Mondfest, das jährlich am 15. Tag des 8. Monats des chinesischen Kalenders gefeiert wird. An diesem Tag soll die Laufbahn des Mondes ihren tiefsten Punkt erreicht haben.

Das Fest ist in China, ähnlich wie bei uns Weihnachten, eines der wichtigsten Familienfeste. Der Mondkuchen wird dabei gerne an Freunde, aber auch an Geschäftspartner verschenkt. Er besteht traditionell aus einer Teigpaste mit einer Füllung aus einer grünen Lotuscreme und Eigelb in der Mitte. Es gibt ihn aber auch mit vielen anderen Füllungen. Natürlich wird das Gebäck kunstvoll mit chinesischen Schriftzeichen verziert.

2014 schaffte es das unschuldige kleine Gebäck, Thema der Politik zu werden. Kurz vor dem Mondfest nutzten zahlreiche Bürger die Chance, um einflussreichen Personen Packungen mit Mondkuchen zu schenken. Doch das eigentliche Ziel zeigte sich erst nach dem Öffnen der Packung: Es wurden Handys, Geld, Gold oder auch Schmuck beigelegt. Es gab sogar professionelle Anbieter, die solche Kombi-Pakete im Wert von bis zu 12.000 Euro schnürten.

In der Zwischenzeit wurde ein Antikorruptionsgesetz verabschiedet und zahlreiche Personen wurden verurteilt. Das Verhältnis zu dem Gebäck hat sich gewandelt. Wo früher große Pakete an die verschiedensten Personen verschenkt wurden, wird Mondkuchen jetzt eher zum privaten Verzehr gekauft und nur noch in kleinen Packungen angeboten.

Zum Mondkuchen

Die New York Times ist eine der bekanntesten überregionalen Tageszeitungen der USA. Jede Woche werden rund 4 Millionen Exemplare verkauft.

Neuigkeiten aus der Welt, aus Wirtschaft, Technik und Wissenschaft erreichen somit jeden Tag mehrere Millionen Menschen. Auch Themen wie Gesundheit und Ernährung sind natürlich vorhanden, jedoch weit nicht so populär. Doch ein Nahrungsmittel schaffte es zu einer kleinen Berühmtheit: das No-Knead-Bread.

Der Lebensmittel-Kolumnist Mark Bittman beschrieb die Methode 2006 in einer seiner Kolumnen. Er berichtete über einen Kurs bei Jim Lahey, bei dem er die Backmethode erlernt hatte. Diese Methode ist nicht neu und wurde schon 1999 erwähnt. Ihren Ursprung hat sie in Italien, sie erlangte jedoch erst durch den Artikel in der New York Times Aufmerksamkeit und Berühmtheit. Sogar im Blog der Süddeutschen Zeitung ist ein Bericht zu finden.

Das Besondere an dem Brot: Die Zeit nimmt einem die größte Arbeit ab, und Kneten ist nicht erlaubt. Persönlicher Aufwand: 5 Minuten. Die lange Ruhezeit sorgt für den außergewöhnlichen Geschmack des Brotes. Normalerweise muss Brot ständig geknetet werden, damit die Proteine im Mehl einen elastischen Teig bilden. Die große Menge an Wasser bewirkt hier, dass das Brot die Arbeit selbst macht. Die Ideale Lösung also für alle Vielbeschäftigten, die keine Zeit für das Backen finden, jedoch trotzdem nicht auf Selbstgebackenes verzichten möchten.

Falls ihr auch Lust habt, das No-Knead-Bread zu testen: Ihr findet im Internet zahlreiche Rezepte und Erweiterungsideen.

no knead bread

Der Kunde ist König. Das gilt auch im Bäckerhandwerk. Es ist wichtig, seine Kunden zu kennen und das Sortiment genau an deren Bedürfnisse anzupassen. Bäcker sein heißt somit nicht nur Backen nach Rezept, sondern auch Beobachtung der Kunden.

Auffallend ist, dass immer mehr Menschen an Unverträglichkeiten leiden. Unverträglichkeit gegen Gluten ist ein Leiden, bei dem das Bäckerhandwerk seine Kunden unterstützen kann. Gluten ist natürlicher Bestandteil aller gängigen Getreidearten. Seine Funktion beim Backen ist es, den Teig zusammenzuhalten. Ohne Gluten werden Backwaren brüchig.

Doch herkömmliches Mehl lässt sich durch andere Sorten ersetzen. Wichtig ist, dass man alternative Mittel zur Verdickung des Teiges beifügt. Alternatives Mehl sollte immer aus einer Mischung bestehen. Es werden verschiedene glutenfreie Mehlsorten und ein Bindemittel gemischt.

Zu den glutenfreien Mehlen gehören Buchweizenmehl, Mandelmehl oder auch Hirsemehl. Als Bindemittel können unter anderem Leinsamen oder Johannisbrotkernmehl verwendet werden. Außerdem benötigen glutenfreie Gebäcke mehr Wasser, da das Mehl das Wasser besser aufnimmt. Somit lassen sich bei konventionellen Rezepten nicht einfach die Mehlsorten austauschen, denn die Mengenangaben stehen nicht mehr im richtigen Verhältnis zueinander.

Viele bemängeln jedoch, dass glutenfreie Produkte geschmacklich nicht mit konventionellen Produkten mithalten können. Ein paar tolle, leckere glutenfreie Produkte anzubieten ist somit ein wichtiges Merkmal zur Kundenbindung und kann auch neue Kunden in den Betrieb bringen. Denn für ein Abendbrot, nach dem man nicht mit Bauchschmerzen zu kämpfen hat, gibt man auch gern ein paar Cent mehr aus.

Und noch ein Hinweis für die Profis: Als glutenfrei ausgelobte Lebensmittel dürfen laut gesetzlichem Grenzwert maximal 20 mg/kg Gluten enthalten. Das bedeutet, dass nur das Mehl zu wechseln evtl. nicht ausreicht, sondern das Produkt muss ggf. auch zeitlich oder räumlich getrennt von gultenhaltigem Getreide hergestellt werden, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.

Über Gluten

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