Ausbildung
Bäcker
&
Bäckerin

Der Beruf des Bäckers bzw. der Bäckerin besitzt eine lange Tradition und ist dennoch hochmodern. Kreatives Handwerk, technischer Fortschritt und Teamarbeit prägen den Alltag. Als angehender Bäcker bzw. angehende Bäckerin arbeitest du mit Teigen, Backwaren und neuen Rezepturen und gestaltest das Sortiment aktiv mit.

Was sind die Aufgaben eines Bäcker bzw. einer Bäckerin?

  • Herstellung von Brot, Brötchen, Kuchen, Croissants, Plundergebäck, Torten und sogar Pizza.
  • Dekorieren und Verzieren von feinen Backwaren (Gebäck, Torten, Kuchen).
  • Bedienen und Warten von Maschinen, Anlagen und Geräten.
  • Organisation von Arbeitsabläufen, Planung von Prozessen.
  • Umgang mit Zutaten, Lagerung von Lebensmitteln und Umsetzung von Hygienevorschriften. 

     

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Die Ausbildung zum Bäcker bietet eine spannende Reise in die Welt des Backhandwerks. Du lernst handwerkliche Fertigkeiten, Hygiene und Kreativität kennen, um köstliche Brote und Gebäck herzustellen. Eine abwechslungsreiche Ausbildung, die deine Leidenschaft für das Backen wecken kann!

Infos zur Ausbildung Bäckerin / Bäcker

Voraussetzungen für dieAusbildung

  • Spaß am Backen und Arbeiten mit den Händen (und allen Sinnen)
  • Kreativität und Teamfähigkeit
  • Schulabschluss: Idealerweise Realschulabschluss, guter Hauptschulabschluss oder Abitur

Ausbildungsvergütung

  • 1. Lehrjahr: mindestens 1.070 Euro brutto
  • 2. Lehrjahr: mindestens 1.140 Euro brutto
  • 3. Lehrjahr: mindestens 1.280 Euro brutto

 

(laut Tarifvertrag ab dem ab 1. März 2026)
 

Zusätzlich erhält jeder Auszubildende das Wahlrecht, die Ausbildungsvergütung in Höhe der Kosten des monatlichen ÖPNV-Tickets umzuwandeln.

Die Ausbildungs-vergütung gilt für alle Azubis des Bäckerhandwerks in ganz Deutschland.

Ausbildungsvergütung für Azubis im Bäckerhandwerk

(laut Tarifvertrag ab dem ab 1. März 2026)

1. Lehrjahr
mind. 1.070 Euro brutto
2. Lehrjahr
mind. 1.140 Euro brutto
3. Lehrjahr
mind. 1.280 Euro brutto

Zusätzlich erhält jeder Auszubildende das Wahlrecht, die Ausbildungsvergütung in Höhe der Kosten des monatlichen ÖPNV-Tickets umzuwandeln.

 

Kreatives Chaos: Die Aufgaben im Detail

  • KNETEN UND BACKEN: 
    Herstellung von Teigen und Massen für Brot, Brötchen, Gebäck etc. Rezepte kennenlernen, Zutaten mischen/kneten, Gärprozesse und Backen überwachen.
  • DEKORATION UND VERZIERUNG: 
    Glasuren, Cremes, Füllungen herstellen und kunstvolle Dekorationen aufbringen.
  • QUALITÄTSSICHERUNG:
    Produktkontrollen, Backproben, gleichbleibende Qualität sicherstellen.
  • REINIGUNG UND WARTUNG: 
    Arbeitsflächen, Geräte und Maschinen sauber halten; Hygienestandards gewährleisten.
  • BESTELLUNGEN UND LAGERHALTUNG: 
    Aufträge aufnehmen, Lagerbestände prüfen und verwalten.
  • PRODUKTENTWICKLUNG:
    Neue Rezepte, Geschmackskombinationen und kreative Backwaren entwickeln. Die Aufgaben variieren je nach Betrieb und Position.

Du willst es genau wissen?

 

Jede Bäckerei ist anders, daher können auch deine Aufgaben je nach Art des Betriebs und der Position zwar variieren, abwechslungsreich ist es aber allemal!

Wenn du Interesse am Bäckerberuf hast, kannst du durch ein Betriebspraktikum oder einen Schnuppertag die vielfältigen Tätigkeiten direkt kennenlernen und erste Praxiserfahrungen sammeln. Über den Stellenfinder lassen sich ganz unkompliziert aktuelle Ausbildungs- und Praktikumsplätze in deiner Region finden – so gelingt der Start ins Bäckerhandwerk einfach und schnell.

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Tipps für den ersten Tag im Praktikum

  • Sei pünktlich: Ein guter Start beginnt mit Zuverlässigkeit. Bäckereien starten oft früh – plane genug Zeit für die Anfahrt ein.
  • Trage geeignete Kleidung: Saubere, praktische Kleidung (oder Arbeitskleidung, falls gestellt) und feste Schuhe sind in der Backstube ein Muss.
  • Zeige Interesse: Stelle Fragen zu Abläufen, Zutaten und Geräten. Deine Neugier zeigt den Ausbildern, dass du motiviert bist.
  • Pack im Team mit an: Viele Tätigkeiten werden gemeinsam erledigt, etwa das Teigkneten oder Backen. Hilf tatkräftig mit und zeig Engagement.
  • Achte auf Hygiene und Sauberkeit: Wasche regelmäßig die Hände und halte deinen Arbeitsplatz ordentlich – Hygiene wird im Bäckerhandwerk großgeschrieben.
  • Sei offen für Neues: Du lernst oft ungewohnte Arbeitsabläufe kennen, zum Beispiel das Dekorieren von Gebäck oder das Bedienen von Maschinen. Bleibe flexibel und probiere vieles aus.
  • Höre gut zu: Eine genaue Anleitung hilft, Fehler zu vermeiden und zeigt Wertschätzung gegenüber dem Team.

     

Mit diesen Tipps kannst du deinen ersten Tag im Bäckerpraktikum bestens meistern und den Beruf direkt erleben.

 

 

 

 

nach der Ausbildung Karriere

Eine Ausbildung zum Bäcker bzw. zur Bäckerin bereitet deine Karriere ideal vor! Danach entscheidest du, wie es weitergeht, denn dir stehen zahlreiche Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten offen.

  • MEISTER/IN: Einer der beliebtesten Wege ist die Meisterausbildung, die du nach deiner Ausbildung zum/r Bäcker/in absolvieren kannst. Nachdem du die Bäckermeisterprüfung erfolgreich abgelegt hast, kannst du eine Führungsposition übernehmen und dich selbstständig machen. Durch den Meistertitel bist du auch befugt, Lehrlinge auszubilden. Der Meistertitel ist übrigens gleichgestellt mit dem Bachelor-Abschluss (DQR 6).
  • TECHNISCHE/R FACHWIRT/IN: Der große Unterschied zur Meisterausbildung ist, dass du dich hier vorwiegend und intensiver mit betriebswirtschaftlichen Aspekten beschäftigst. Durch dein Fachwissen aus der Bäcker-Ausbildung und deine neu gewonnenen kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse wirst du die Schnittstelle zwischen den Bereichen Produktion und Management sein.
  • STUDIUM: Wenn du deine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hast, kannst du noch einen draufsetzen. Denn mit dem Meistertitel darfst du auch an einer Universität oder Fachhochschule studieren – und das auch ohne Abitur! Zum Beispiel könntest du Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie, Lebensmitteltechnik mit Schwerpunkt Bäckereitechnik oder Betriebswirtschaftslehre studieren. Oder wie wäre es mit einem berufsbegleitenden Studiengang „Business Management mit Schwerpunkt Bäckereimanagement“? Dieser richtet sich gezielt an künftige Führungskräfte des Bäckerhandwerks und ist das erste und einzige Studium in Deutschland, das den Schwerpunkt auf die Bedürfnisse von Unternehmensnachfolgern und Führungskräften legt.
  • BETRIEBSWIRT/IN: Wenn du dich für betriebswirtschaftliche Abläufe interessierst, kann der Betriebswirt genau das Richtige für dich sein. Diese Aufstiegsfortbildung baut auf der Meisterausbildung oder der Weiterbildung zum technischen Fachwirt auf und ist die höchste Ausbildung, die du an die Bäckerausbildung anschließen kannst – sie ist vergleichbar mit einem Master-Abschluss (DQR 7). Du wirst nicht nur umfassend in Betriebswirtschaftslehre ausgebildet, sondern erlangst durch die Themenbereiche Unternehmensführung, Unternehmensstrategie und Personalmanagement auch alle nötigen Kenntnisse, um ein Unternehmen zu leiten.
Schau doch mal bei den Akademien des Deutschen Bäckerhandwerks nach. Diese bieten zu vielen Bereichen spannende Seminare und Workshops an!
ADB-Verbund

Als ausgebildete/r Bäcker/in stehen dir auch außerhalb der Backstube zahlreiche Berufsfelder offen, die dich vielleicht interessieren. Mit den richtigen Weiterbildungen oder auch mit einem zusätzlichen Studium kannst du später in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten.

Mögliche Berufsfelder nach der Ausbildung

  • SELBSTSTÄNDIG ALS BÄCKER/IN

    Ob Filialübernahme oder eigene Bio-Bäckerei: Als Inhaber/in gestaltest und führst du deinen Betrieb nach deinen Vorstellungen. Mit Meister- oder Betriebswirtabschluss hast du das nötige betriebswirtschaftliche Wissen. Wichtig sind außerdem Menschenkenntnis und mehrjährige Berufserfahrung, damit du den Alltag und die Verantwortung kennst. Du hältst gesetzliche Vorgaben sowie Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen ein, stellst dein Sortiment zusammen und sorgst mit neuen Produkten für Abwechslung. Du achtest auf richtige Lagerung und Verarbeitung der Lebensmittel, stellst Mitarbeiter/innen ein, leitest sie an und führst die Buchhaltung. Dabei behältst du stets die Wirtschaftlichkeit im Blick, um Kosten wie Miete, Löhne und Maschinen zu decken.

  • AUSBILDER/IN

    Als Ausbilder/in übernimmst du die verantwortungsvolle Aufgabe, Nachwuchs auszubilden. Du arbeitest eng mit jungen Menschen, zeigst ihnen alle Abläufe in der Backstube und machst sie mit dem Beruf vertraut. Für Fragen bist du die zentrale Ansprechperson, daher ist Berufserfahrung wichtig. Mit der Meisterprüfung darfst du automatisch ausbilden, alternativ kannst du die Ausbildereignungsprüfung ablegen.

  • FACHLEHRER/IN

    Wenn du Wissen vermitteln möchtest, kannst du Fachlehrer/in an einer Berufsschule oder an der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks werden. Dafür benötigst du eine pädagogische Zusatzausbildung von ein bis zwei Jahren. Du vermittelst Azubis wichtige Inhalte wie Fertigkeiten und backtechnologische Verfahren. Berufserfahrung und ein guter Umgang mit jungen Menschen sind dabei wichtig, da du sie auf ihren Beruf vorbereitest.

  • PRODUKTIONSLEITER/IN

    Als Produktionsleiter/in sorgst du dafür, dass Backwaren pünktlich fertig sind und die Herstellung reibungslos läuft. Du behältst den Überblick über Abläufe und Ofenzeiten und kannst neue Produkte entwickeln oder Rezepte ausprobieren.

  • ERNÄHRUNGSBERATER/IN

    Als Ernährungsberater/in kennst du dich mit gesunder Ernährung aus und berätst Bäckereien bei neuen Produkten. Du zeigst alternative Zutaten wie andere Mehlsorten, Nüsse oder Körner auf. Mit der Zusatzqualifikation kannst du auch Seminare, etwa an Volkshochschulen, anbieten.

  • QUALITÄTSBEAUFTRAGTE/R

    Als Qualitätsbeauftragte/r erkennst und behebst du Schwachstellen im Betrieb. Du kontrollierst Abläufe, Teamarbeit und Produktionsprozesse, um Verzögerungen zu vermeiden und die Effizienz zu steigern. Außerdem überprüfst du Hygienevorschriften und die richtige Lagerung von Lebensmitteln, damit Qualität und Sicherheit gewährleistet sind. Berufserfahrung ist wichtig, ebenso von Vorteil ist eine Meisterprüfung. Die Qualifikation erfolgt meist über Seminare.

  • BETRIEBSBERATER/IN

    Als Betriebsberater/in analysierst du Unternehmenszahlen und bewertest die wirtschaftliche Entwicklung. Du führst Standortanalysen durch, unterstützt bei Neugründungen, Filialeröffnungen und Betriebsübergaben und entwickelst Businesspläne sowie Finanzstrategien. Dafür brauchst du Berufserfahrung sowie idealerweise einen Meister- oder Betriebswirtabschluss.

  • BROTSOMMELIER

    Ein Brotsommelier ist Spezialist für Brot und benötigt eine Meisterprüfung sowie zusätzliche Berufserfahrung. Die Weiterbildung an der Bundesakademie in Weinheim vermittelt Wissen über Brotkultur, Geschichte und internationale Unterschiede. Du schulst deine sensorischen Fähigkeiten, lernst Aromen zu erkennen und neue Brote zu kreieren. Auch Food Pairing und Ernährungslehre gehören dazu. Als Botschafter des Bäckerhandwerks informierst du bei Veranstaltungen oder in Schulen über die Bedeutung von gutem Brot.

  • EUROPAASSISTENT/IN IM HANDWERK

    Diese Zusatzqualifikation bereitet dich auf den internationalen Arbeitsmarkt vor. Sie ermöglicht dir, im Ausland oder mit internationalen Partnern zu arbeiten. Voraussetzung sind mindestens Fachoberschulreife sowie die Zustimmung von Berufsschule und Betrieb. Der Unterricht beginnt früh in der Ausbildung und umfasst Fremdsprache (meist Englisch), Europa- und Länderkunde, interkulturelle Kompetenz sowie Wirtschaftssysteme. Ein dreiwöchiges Auslandspraktikum ist Teil der Ausbildung und bereitet dich praxisnah auf internationale Erfahrungen vor.

Natürlich hast du als Geselle/in oder Meister/in noch zahlreiche weitere Berufsmöglichkeiten. Dies ist ja auch immer davon abhängig, in welcher Art von Betrieb du arbeitest. Es gibt kleine familiäre Bäckereien und größere Bäckereien mit vielen Verkaufsstellen. Manche Bäckereien haben sich spezialisiert auf Allergiker, und manche Bäcker/innen arbeiten in gastronomischen Betrieben oder im Catering.

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FAQ

MÜSSEN BÄCKER/INNEN IMMER NACHTS ARBEITEN?

Oft wird nachts gearbeitet, aber viele Betriebe bieten Tagschichten für klassische Arbeitszeiten an. Viele schätzen die Nachtarbeit, weil sie mittags frei haben.

IST DER BÄCKERBERUF EINE OPTION FÜR FRAUEN?

Absolut! Immer mehr Frauen backen mit Leidenschaft und sind genauso erfolgreich wie Männer. Das Geschlecht spielt keine Rolle, Maschinen und Teamarbeit unterstützen bei schweren Aufgaben.

GEHÖRT EISHERSTELLUNG ZUR AUSBILDUNG?

Ja, Bäcker/innen lernen in der Ausbildung auch die Herstellung von Eiscreme und sogar die Herstellung von Pizza.

GIBT ES IM BÄCKERBERUF AUFSTIEGSCHANCEN?

Es existieren zahlreiche Karrierewege, darunter Meister, technische Fach- und Betriebswirte, Produktionsleiter, Filialleiter und sogar der Weg in die Selbstständigkeit. Weiterbildung und Übernahme von Verantwortung werden oft aktiv gefördert.

IST „BÄCKER SEIN“ EIN REINER KNOCHENJOB?

Nein, denn moderne Technik und Teamarbeit entlasten die MitarbeiterInnen heutzutage deutlich. Kreativität, Organisation und Kundenbindung spielen ebenfalls zentrale Rollen im Beruf.

GIBT ES IM BÄCKERHANDWERK ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN?

Auf jeden Fall! Das Bäckerhandwerk bleibt gefragt, gerade weil nachhaltige, regionale und handgemachte Produkte immer beliebter werden. Wer offen für Weiterbildung ist, sichert sich langfristige Perspektiven – auch in Krisenzeiten.

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